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25.11.2001

Torloses Remis im Zürcher Derby

GC – FC Zürich 0:0

Stadion Hardturm. 11'800 Zuschauer. – SR: Andreas Schluchter. – Bemerkungen: GC ohne Denicola und Berner (beide verletzt). FCZ ohne Jeanneret, Renato, Fischer, Opango (alle verletzt). – Gelbe Karten: 29. Jamarauli, 45. Guerrero, 45. Castillo, 75. Tararache, 87. Heldmann (alle Foul). Gelb-rote Karte: 81. Tararache (Foul).

GC:Jehle; Gerber, Castillo, Hodel, Smiljanic; Bouba, Tararache; Benjamin (81. Spycher), Cabanas (46. Baturina), Nunez; Chapuisat (59. Petric).

FC Zürich:Pascolo; Pallas, Heldmann, Chihab, Quentin; Giannini (46. Bühlmann, 81. Akale), Jamarauli, Hellinga, Magro; Kawelaschwili, Guerrero (61. Chassot).

Dass auch ein torloses Spiel interessant und spannend sein kann, war beim Derby einmal mehr zu sehen. Die Grasshopper starteten mit Furioso in diese Partie, hatten die weitaus grösseren Spielanteile – und gute, zum Teil exzellente Torchancen. Diese Aussage trifft zumindest für die erste Hälfte zu. Als Beispiel: GC-Torhüter Peter Jehle musste erstmals in diesem Spiel in der 28. Minute einen Ball halten, und der war nicht schwierig. Bis dahin hatten die Hopper aber schon eine Torchancen herausgespielt – und nicht verwertet. Cabanas trat einen Corner, Castillo stieg im richtigen Moment hoch, traf den Ball dennoch nicht wunschgemäss mit dem Kopf. Eine Minute später setzte Chapuisat mit einer Querflanke den Simbabwer Benjamin ein – dessen Schuss flog übers Tor. Dann die bis dahin grösste Möglichkeit in der 21. Minute: Nunez trat für die Gastgeber einen Freistoss, Bouba verlängerte mit dem Kopf auf den völlig frei stehenden Chapuisat – aus vier Metern traf er nicht in Schwarze. Der GC-Captain nach dem Spiel: „Ich bemerkte für einen Moment nicht, dass ich alleine war, glaubte, mich von ein paar Zürchern umzingelt. Ich schoss zu überhastet – den Ball hätte ich rein machen müssen, keine Frage, ein Stürmer muss diesen Treffer erzielen.“ Nun, es gelang ihm nicht, auch Bouba nicht, der mit einem harten Distanzschuss sechs Minuten vor dem Halbzeit in Pascolo den Meister fand. Kurz vor der Pause hatte Jamarauli für die Zürcher noch eine Möglichkeit, sonst war aber in offensiver Hinsicht im ersten Durchgang bei den Zürchern „tote Hose“. FCZ-Trainer Georges Bregy: „In erster Linie ging es uns darum, in der Startphase keinen Gegentreffer zu kassieren, denn ich weiss noch sehr gut aus meiner Aktivzeit, dass eine Mannschaft den Rhythmus eines vorangegangenen Europacups-Spiels mitnimmt – mit zunehmender Spieldauer aber kräftemässig abbaut.“ Georges Bregy behielt recht. Die Hoppers spielten in der zweiten Hälfte nicht mehr so druckvoll, kein Zweifel, zwei Spiele in kurzer Folge auf so schwerem Terrain ging an die Substanz. Trotzdem, in der Defensive liefen sie selten Gefahr, einen Gegentreffer kassieren zu müssen, aber auch offensiv blieben sie in diesem Spielabschnitt relativ harmlos. Herausragend waren gerademal zwei Distanzschüsse von Andres Gerber, einmal mit dem linken und einmal mit dem rechten Fuss abgegeben – vor allem der zweite zwang Goalie Pascolo zu einer guten Parade. Anzufügen wären noch zwei Interventionen von Mihai Tararache: In der 75. Minute sah er die gelbe Karte, sechs Minuten später die zweite – was den Ausschluss bedeutete. Er wird im wichtigen Spiel am kommenden Sonntag im St.Jakobs-Park in Basel fehlen.

Die knapp 12000 Zuschauer sahen ein interessantes Spiel – beide Trainer waren unter den gegebenen Umständen mit dem Remis zufrieden.