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09.12.2001

GC nach 4:1-Sieg gegen Xamax Dritter der Quali

GC – Xamax 4:1 (1:0)

Hardturm-Stadion. – 5’600 Zuschauer. - SR: Urs Meier. – Tore: 15. Castillo 1:0, 59. Chapuisat 2:0, 75. Alex 2:1, 89. Chapuisat 3:1, 90. Schwegler 4:1. - Bemerkungen: GC ohne Huber, Denicola, Berner, Smiljanic, Tararache (alle verletzt), Petric (krank). – Gelbe Karten: 67. Bouba, 72. Barea (beide Foul).

GC:Jehle; Gerber (61. Schwegler), Castillo, Hodel, Jaggy; Bouba, Spycher; Morales (65. Ippoliti), Cabanas, Nunez (80. Benjamin); Chapuisat.

Xamax: Colomba; Schneider (59. Roque), Barea, Von Bergen, Buess (71. Tranchet); Bättig (82. A. Geijo), Mangane, Simo, Oppliger, Atouba; Alex.

GC wollte das letzte Spiel gewinnen, um im schlechtesten Fall mit „nur“ drei Punkten Rückstand zum „Wintermeister“ FC Basel die Finalrunde in Angriff nehmen zu können. Das Vorhaben gelang. Der Sieg fiel gegen Xamax Neuenburg schliesslich komfortabel aus – verdientermassen. Denn die Gäste waren auf den Hardturm gekommen, um in erster Linie keinen Gegentreffer zu kassieren. Sie standen mehrheitlich mit Mann und Maus in der eigenen Abwehrzone, machten den Gastgebern dadurch die Räume eng. Xamax-Trainer Alain Geiger hoffte mit einer Kontertaktik die Hopper in Bedrängnis zu bringen. Das gelang nicht – und als die Gäste in der zweiten Hälfte, nach dem 0:2-Rückstand die Defensive etwas lockerten, liefen sie den Gastgebern nochmals „ins Messer“. Die Xamaxien konnten also ihre minime Chance, bei der sie ohnehin auf die Hilfe anderer Teams angewiesen waren, nicht nutzen, die Finalrunde zu erreichen. Alain Geiger war enttäuscht: „Wir haben hier 1:4 verloren. Mehr gibt’s dazu eigentlich nicht zu sagen. Schlecht gespielt haben meine Spieler sicher nicht, es hat aber nicht gereicht gegen die cleveren Hopper. Meine Mannschaft ist insgesamt zu jung, deshalb auch zu unerfahren...“

Zufriedenheit strahlte sein Gegenüber Bidu Zaugg aus: „Wir haben unser Ziel erreicht und eine gute Ausgangsbasis für die Finalrunde erspielt. Ich bin mit der Qualifikationsrunde trotz der vielen „Abs“ zufrieden. In eintscheidenden Momenten hat die Mannschaft Charakter gezeigt und ihre Klasse demonstriert. Jetzt haben wir gute Möglichkeiten, den Meistertitel erfolgreich zu verteidigen.“

Noch zum „Spielfilm“: Die erste Chance in diesem Spiel eröffnete sich Chapuisat nach knapp einer Viertelstunde, sein Schuss ging aber knapp übers Tor. In der selben Spielminute musste aber auch Jehle im Hopper-Tor eingreifen – gegen Atouba bestand er aber die Prüfung. Dann zeigten die Gastgeber, wie schnell sie das Spielfeld überbrücken können: Jehle warf den Ball auf Morales, dieser lancierte mit einem glänzenden Pass Cabanas – Colomba, der Xamax-Hüter wehrte zum Corner ab. Dieser wurde von Bouba mit einem schönen Kopfball abgeschlossen, der wieder in Corner abgewehrt wurde. Cabanas trat nochmals an – und dieses Mal klappte das Timing hervorragend, Castillo war im richtigen Moment aufgestiegen und köpfte unhaltbar zur verdienten Führung ein. Gerber scheiterte in der Folge mit einem Weitschuss knapp, ebenso Morales und dann auch noch Bouba. Möglichkeiten waren genügend vorhanden, das Skore heraufzuschrauben. In der 59. Minute lag’s aber wieder an Jehle, mit einer Abwehr (dieses Mal gegen Schneider) sein Team vor dem Ausgleich zu bewahren. Stattdessen fiel auf der Gegenseite der 2. Hopper-Treffer: Wieder war’s Bouba, der im Strafraum zum Kopfball kam, der abgewehrte Ball landete bei Chapuisat der mit einem herrlichen Fallrückzieher ins Schwarze traf. Dann waren aber die sporadischen Gästeangriffe vom Erfolg gekrönt: Alex setzte sich mit einem generösen Körpereinsatz (und auch mit Zuhilfenahme der Hand) gegen Hodel durch und düpierte auch Jehle. In der Schlussphase aber war’s nochmals Chapuisat, der ein schönes Zuspiel von Ippoliti verwerte und Roland Schwegler, der einen Sololauf mit einem wuchtigen Schuss zum Schlussstand einschoss.