Count
Niederlage im Derby

Niederlage im Derby

Der Grasshopper Club Zürich unterliegt dem FCZ im Derby klar mit 0:3. Die Grasshoppers wirken «als hätten sie Bleiwesten an», wie der neue Sportchef Alain Sutter das beschreibt. Der Druck, der auf den Spielern lastet, ist ihnen während 90 Minuten anzusehen. Und er wird nicht weniger: Nun braucht es einen Sieg gegen Yverdon.

1. Halbzeit

Schon in der 2. Minute kommt der FC Zürich zur ersten Grosschance. Der FCZ erkämpft sich den Ball in der GC-Hälfte und kann nach zwei drei schnellen Pässen dreimal innerhalb des Strafraums schiessen. Mit vereinten Kräften blockt die GCZ-Hintermannschaft alle Versuche und entschärft die Situation schliesslich.

In der 9. Minute kommt GC zum zweiten Corner des Spiels. Dieser wird zuerst halbherzig von der FCZ-Verteidigung geklärt. Und dann setzt Schmitz zum Fallrückzieher an, der sich perfekt ins weite Eck senkt. Brecher pariert den starken Versuch aber ebenso gut mit der Hand.

In der 19. Minute geht der FCZ in Führung. Eine Flanke von Zuber wird mehrmals abgefälscht, landet dann auf dem Kopf von Tsawa. Und auch dessen Kopfball wird nochmals abgefälscht. Hammel ist noch dran, aber kann den Ball nur an den Pfosten lenken, von welchem der Ball dann langsam die Torlinie überquert.

Und nun zwei Minuten später trifft der FCZ ein zweites Mal. Markelo wird von Tsawa von links mit einer Flanke bedient. Dieser Doppelschlag schmerzt. Es ist gefühlt der Schlusspunkt der ersten Halbzeit – und das schon in der 22. Minute. Anschliessend passiert nicht viel. GC kann offensiv keine Akzente setzen und der FCZ schaltet einen Gang runter.

 

2. Halbzeit

GC kommt mit «bitzli» Schwung aus der Pause – auch dank den Einwechslungen von Bojang und Verón Lupi. Aber es ist wirklich nur ein Mini-Aufschwung, den es aus GCZ-Sicht zu bewundern gibt.

In der 57. Minute gehört die erste gute Chance der zweiten Hälfte aber dem Heimteam. Nach einem Konter kann Ligue aus kurzer Distanz auf ein fast leeres Tor schiessen. Aber Decarli kommt mit einer Mega-Grätsche angeflogen und blockt ein fast sicheres 0:3.

Genau zur Stundenmarke zieht Verón Lupi von links in den Strafraum, lässt seinen Gegenspieler elegant aussteigen und schlenzt knapp einen Meter am weitem Pfosten vorbei. Es ist die erste GC-Halbchance seit dem Fallrückzieher von Schmitz. Lupi ist die auffälligste Figur in der Offensive heute – ein Kompliment mit fadem Beigeschmack.

In der 66. Minute will GC einen Penalty: Muci wird im Strafraum in der Drehung von seinem Gegenspieler umgerissen. GC spielt weiter. Zwei drei Sekunden später hämmert Abrashi den Ball ins Tor. Irgendwo soll aber ein Offside gewesen sein, meint der Assistent. Der VAR checkt: Kein Elfmeter, kein Tor.

Der FC Zürich macht wirklich gar nichts mehr fürs Spiel zu diesem Zeitpunkt – muss er auch nicht. GC erspielt sich offensiv Mini-Chancen. Meistens fehlt aber die Präzision oder eine grosse Portion Glück.

Ein drittes FCZ-Tor fällt auch noch. Reverson markiert in der 85. Minute den Endstand. Erwähnenswert ist das zu diesem Zeitpunkt eigentlich kaum noch. Das Spiel ist durch, die Stimmung am Boden.

Besonders bitter am Samstagabend schmeckt nicht nur die Niederlage gegen den FC Zürich, sondern auch der Punktgewinn von Yverdon und der Sieg von Winterthur. Damit befindet sich der Grasshopper Club Zürich drei Runden vor Schluss auf dem direkten Abstiegsplatz. Es muss ein Sieg her gegen Yverdon am Mittwoch. Basta.

  • GC Zürich verliert im Berner Oberland
  • GC Zürich zu Gast in Thun
  • GC Unified im Schweizer Fernsehen