Das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft legen
Der Einstieg der Bridge Football Group erfolgte am 29. Juni, nur drei Wochen vor Saisonbeginn. Die ersten Monate standen deshalb im Zeichen der strategischen Neuausrichtung der Organisation. Ziel war es, bestehende Strukturen zu überprüfen, notwendige Veränderungen umzusetzen und das Fundament für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft zu legen.
"Der erste Schritt war der sportliche Teil, das war unsere Priorität. Wir mussten am Transfermarkt aktiv sein, es gab viel zu tun", erinnert sich Deléchat.
Gleichzeitig begann der Verein, seine Organisationsstruktur zu stärken. Klare Führung, klar definierte Verantwortlichkeiten und effiziente Prozesse sind entscheidend, um die Voraussetzungen für langfristigen sportlichen Erfolg zu schaffen. CEO Richard Feuz übernahm die Aufgabe die Entwicklung und Umsetzung dieser Strukturen und Prozesse zu leiten.
Ein wichtiger Teil dieses Wandels ist nicht nur der sportliche Ehrgeiz, sondern auch das klare Bekenntnis, die Schweizer Identität des Grasshopper Club Zürich wiederherzustellen und zu stärken. Mit einer Führung, die vor Ort ist und den Schweizer Fussball aus erster Hand kennt, will sich der Verein wieder stärker auf seine Wurzeln besinnen. Diese Werte werden auch künftig im Zentrum der Vereinsentwicklung stehen.
Erste positive Ergebnisse zeigen sich auch auf der kommerziellen Seite. Mit PCE Instruments wurde ein neuer Rückensponsor gewonnen. Für Deléchat ist diese Partnerschaft auch ein Zeichen des Vertrauens in die organisatorischen und strategischen Fortschritte des Vereins.
Auch die Rückkehr von Adidas als Ausrüster hat dem Merchandising neuen Schwung verliehen. Deléchat dankte dem gesamten Team für dessen Einsatz und Beitrag in den vergangenen Monaten. Diese ersten Erfolge seien aber erst der Anfang, weitere Initiativen und mögliche Partnerschaften befänden sich bereits in Vorbereitung.
Sportliche Führung: Schweizer Wurzeln und internationale Expertise vereint
Auch im sportlichen Bereich setzt GC Zürich auf eine klar definierte Struktur. Die Rekrutierung erfolgt inzwischen zentralisiert und datengestützt zwischen dem GCZ und der BFG. Sie vereint internationale Expertise mit umfangreichem Know-how über den Schweizer Fussball. Für Deléchat ist eine starke lokale Verwurzelung unerlässlich: GC solle von internationalem Know-how profitieren und gleichzeitig seine Schweizer Identität bewahren und stärken. Mit CEO Richard Feuz, der täglich am Campus ist, und Präsident Ludovic Deléchat selbst, der regelmässig vor Ort ist, verfügt der Verein über eine Führung, die eng mit dem Tagesgeschäft, den Menschen und der sportlichen Entwicklung in Verbindung steht.
Eine wichtige Rolle spielt zudem Misha Salden als Head of Methodology und Technical Manager. Seine Aufgabe ist es, eine gemeinsame sportliche Vision und Spielphilosophie über alle Entwicklungsstufen hinweg zu etablieren, vom Footeco-Bereich bis zur ersten Mannschaft.
Darüber hinaus bringt Dries Boussatta als Director of Football der Bridge Football Group seine internationale Erfahrung in die sportliche Kommission ein.
Eine Akademie mit klarer Philosophie
Ein zentrales Element der langfristigen Strategie des Vereins ist die Entwicklung einer einheitlichen Spielphilosophie über alle Altersstufen hinweg. Von der Akademie bis zur ersten Mannschaft sollen Spieler nach denselben fussballerischen Grundprinzipien ausgebildet und entwickelt werden.
Mit Spielern wie Simone Stroscio, Tim Meyer und Samuel Krasniqi haben bereits mehrere Talente den Sprung von der Akademie in die erste Mannschaft erfolgreich geschafft. Für Deléchat ist klar, das Potenzial ist da. Solche Aufstiege sollen künftig nicht mehr die Ausnahme, sondern fester Bestandteil der sportlichen Identität des GCZ sein.
"Das soll in Zukunft zur Norm werden, dass Spieler kontinuierlich durch die Altersstufen aufsteigen, ausgebildet nach denselben Prinzipien, die auch für die erste Mannschaft gelten", erklärt Deléchat.
Der Fokus liegt dabei nicht ausschliesslich auf der fussballerischen, sondern ebenso auf der persönlichen Entwicklung der jungen Spieler. Der Verein will ein Umfeld schaffen, in dem Talente ihre Persönlichkeit entfalten, Verantwortung übernehmen und sich schrittweise auf die Anforderungen des Profifussballs vorbereiten können.
Ebenso wichtig ist es, den jungen Spielern einen tiefen Respekt vor der Geschichte, den Werten und den Traditionen des Vereins zu vermitteln. Jeder Nachwuchsspieler, der die Akademie durchläuft, muss verstehen, welche Verantwortung mit dem GC-Trikot verbunden ist, welchen Stolz und welches Engagement es braucht, um den Grasshopper Club Zürich zu vertreten. Talentierte Fussballer auszubilden ist wichtig, ebenso wichtig ist es aber, Persönlichkeiten zu entwickeln, die verstehen, was es bedeutet, den Verein zu repräsentieren und zu ehren.
"Wir wollen, dass sie sich ausdrücken und ihre Persönlichkeit entwickeln können. Mit der Zeit müssen sie aber auch verstehen, dass es nicht nur ein Spiel ist. Es ist ein Beruf, der erhebliche Opfer erfordert."
Schritt für Schritt weiterkommen
Wenn es um die sportlichen Ziele der Saison geht, nimmt Deléchat bewusst eine realistische und langfristige Perspektive ein. Im Zentrum stehen die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mannschaft, konsequente tägliche Arbeit und der gemeinsame Anspruch, GC Zürich wieder auf ein höheres sportliches Niveau zurückzuführen.
Statt grosser Versprechen setzt der Präsident lieber auf greifbaren Fortschritt und nachhaltige Verbesserung.
"Es ist immer einfach zu sagen, dass man gewinnen will. Für mich zählt harte Arbeit und damit Schritt für Schritt voranzukommen, statt zu viele Versprechen zu machen."
Deléchat bleibt überzeugt, dass der eingeschlagene Weg, mit dem gemeinsamen Engagement aller Beteiligten, zur weiteren Entwicklung der Mannschaft beitragen und zu einer erfolgreicheren Saison führen wird.
Auch der Schweizer Cup nimmt für ihn persönlich einen besonderen Stellenwert ein. "Ich war schon immer ein grosser Fan des Cups. Ich erinnere mich, wie ich als Kind mit meinen Eltern den Final geschaut habe. Das war etwas ganz Besonderes."
Nach dem Auftritt gegen Grenchen wartet nun mit Lausanne die nächste Herausforderung, und eine weitere Gelegenheit, den Weg im Wettbewerb fortzusetzen.
Die GC-Community als Teil der Zukunft
Neben der sportlichen und organisatorischen Entwicklung betonte Deléchat auch die Bedeutung der GC-Community. Die Geschichte, die Traditionen und vor allem die Menschen, die die Identität des Vereins über Generationen geprägt haben, sollen wieder stärker ins Zentrum rücken.
"Unsere Community ist für uns enorm wichtig. Wir möchten unsere Vereinslegenden wieder näher an den GC heranbringen", erklärte Deléchat.
Mit der neu lancierten Legendenserie ehrt der Verein künftig bei jedem Heimspiel eine ehemalige Spielerpersönlichkeit, die einen bedeutenden Beitrag zur Geschichte des Grasshopper Club Zürich geleistet hat.
Ein besonders emotionaler Höhepunkt war die Rückkehr von Vereinslegende Richard Núñez anlässlich des 140-Jahr-Jubiläums. Dank des grossen Engagements des Young Donnerstag Clubs konnte der einstige Publikumsliebling für diesen besonderen Anlass nach Zürich zurückkehren.
"Der Young Donnerstag Club hat alles darangesetzt, ihn nach Zürich zurückzubringen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Das war eine Woche, an die wir uns alle noch lange erinnern werden."
