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Knappe Niederlage in Lugano

Knappe Niederlage in Lugano

Die Grasshoppers zeigen im Tessin eine starke Leistung, werden aber nicht belohnt. Nach einem harten Penalty-Entscheid, welcher einen Platzverweis für Paloschi zur Folge hatte, spielen die Grasshoppers praktisch die ganze zweite Halbzeit in Unterzahl. GC kämpft bis zum Schluss, kann zwischenzeitlich ausgleichen, verliert aber am Ende dennoch knapp mit 2:1.

1. Halbzeit

GC startet mit viel Druck und Überzeugung in die Partie. Dank des hohen Pressings kann Lee den Ball bereits in der 4. Minute in der gegnerischen Zone erobern. Sein Pass auf Plange führt zur ersten Zürcher Grosschance, welche aber von Ballmoos zu vereiteln weiss. Die Startphase gehört klar den Grasshoppers, auch wenn Alioski in der 8. Minute mit einer starken Hereingabe von links ebenfalls für Gefahr vor dem GC-Tor sorgt. Mahou vergibt die Chance für Lugano jedoch klar.

Alioski steht auch in der 12. Spielminute im Mittelpunkt des Geschehens – jedoch in der Defensive. Die Grasshoppers kombinieren sich auf der linken Seite durch, Plange läuft in die Tiefe und bringt eine gefährliche Flanke ins Zentrum, welche eben dieser Alioski in Not klären kann. Der anschliessende Eckball sorgt für weitere Gefahr, die kurze Unsicherheit des Lugano-Goalies konnte aber nicht ausgenutzt werden.

Die Grasshoppers dominieren weiter, die Partie spielt sich mehrheitlich in der Platzhälfte der Luganesi ab, bis in der 27. Minute Behrens plötzlich alleine auf Hammel zuläuft. Diaby kann aber den Abschluss des zögernden Behrens in letzter Sekunde mit einer tollen Grätsche verhindern. Das Tor hätte allerdings ohnehin nicht gezählt, Behrens startet aus einer knappen Off-Side Position.

In der Folge dominiert GC Zürich weiter und kommt vor allem über die linke Seite mehrfach gefährlich vor das Lugano-Tor. Alleine in der 1. Halbzeit erspielen sich die Grasshoppers so 6 Eckbälle. Diese werden regelmässig auf Diaby gespielt, führen aber leider nicht zum Torerfolg. Auch Plange, der den Ball im Strafraum mehrfach stark behauptet, bleibt ein Treffer verwehrt. Die Abwehr der Zürcher steht gut, gewinnt Zweikämpfe sowohl am Boden als auch in der Luft und kurz vor Ablauf der ersten Halbzeit, schliessen auch Asp Jensen und Zvonarek beide stark ab und scheitern nur knapp am Tessiner Torhüter.

 

2. Halbzeit

In der zweiten Hälfte kommt Lugano aggressiver aus der Kabine. Die Tessiner spielen nun entschlossener, mit mehr Zug nach vorne. Auch die Zweikämpfe werden härter geführt, was zu einigen Fouls, aber auch zu Ballgewinnen und klaren Torchancen für Lugano führt. In Minute 51 trifft Papadopoulos nach einem Freistoss per Kopf, der Treffer zählt jedoch aufgrund einer Off-Side Position nicht. Wenige Minuten später muss GC dann aber doch den ersten Gegentreffer hinnehmen. Der Schiedsrichter meint im Zweikampf von Paloschi und Behrens einen elfmeterwürdigen Schubser gesehen zu haben. Paloschi fliegt mit Gelb-Rot vom Platz und Grgic verwandelt den Penalty zu 1:0.

Trotz der Unterzahl gibt GC nicht auf. Direkt nach dem Tor versammelt sich das GC-Team für eine kurze An- oder Absprache in einem Kreis und das Besprochene scheint zu wirken. GC kommt zurück ins Spiel, die Unterzahl ist den Zürchern nicht anzumerken und der Glaube an einen Punktgewinn scheint ungebrochen. So ist der Ausgleich von Asp Jensen, der ausserhalb des Strafsraums abzieht und traumhaft trifft, absolut verdient. Die Freude hält allerdings nicht lange, in der 76. Minute trifft Behrens für Lugano zur erneuten Führung. Ein kurioses Tor, welches erst Off-Side gegeben, dann von VAR-Kanagasingam lange gecheckt und am Ende doch als rechtmässig bewertet wurde.

Auch auf diesen Rückschlag reagieren die dezimierten Grasshoppers erneut. GC spielt am Ende beinahe Powerplay, überzeugt mit schönen Kombinationen und kommt zu mehreren Abschlüssen. Nach einem weiteren GC-Eckball trifft Arigoni beinahe zum Ausgleich und auch bei Meyers Schuss aus der Drehung fehlt nicht viel.

Am Ende reicht es dennoch nicht und der GCZ fährt ohne Punkte zurück nach Zürich.
Nun gilt es den Fokus auf das nächste Spiel zu legen, um das Derby zu gewinnen!

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