1. Halbzeit
GC Zürich geht mit einigen Wechseln im Vergleich zum Spiel gegen den FC Sion ins Kantonsderby. Arigoni, Abrashi, Meyer und Krasniqi rücken in die Startelf. Zvonarek fehlt, weil er in der Nacht vor dem Spiel Vater geworden ist.
Nach einer ersten Möglichkeit durch die Winterthurer ist es in der Folge der GCZ, der in dieser so wichtigen Partie das Zepter übernimmt und das Spieldiktat an sich reisst. Dies im strömenden Regen, denn kaum hat der Schiedsrichter angepfiffen, giesst es über Winterthur wie aus Kübeln.
Aber die Grasshoppers nehmen den Kampf von Beginn weg an. Und wie: Bachir gewinnt mit sehr viel Kampfwillen einen wichtigen Zweikampf im Mittelfeld und erobert so den Ball. Schliesslich kommt das Spielgerät zu Asp Jensen, der den Ball aus der Distanz in die rechte untere Ecke haut. Ein wunderbarer Treffer – und ein unglaublich wichtiger!
Sieben Minuten später dann der vermeintliche Winterthurer Ausgleich – Hunziker trifft nach einem Konter. Nach kurzem Videostudium des Schiedsrichters wird aber klar: Frey wurde zuvor im Mittelfeld regelwidrig gestoppt. Der Treffer wird zurückgenommen.
Es ist das letzte Ausrufezeichen im ersten Durchgang. Die restlichen Minuten leben von viel Kampf und noch mehr Zweikämpfen auf dem tiefen Winterthurer Rasen. GC Zürich lässt aber bis zur Pause nichts mehr zu und geht mit dem 1:0 in die Kabine.
2. Halbzeit
Nach der Pause ist der Starkregen zwar verzogen, der Kampf wird aber nicht weniger. Im Gegenteil: Hart geführte Zweikämpfe gibt es deutlich mehr zu bestaunen als Torchancen. Und GC Zürich zollt diesen Zweikämpfen auch Tribut: Stroscio und Clemente müssen beide frühzeitig verletzt raus.
Winterthur kommt in der Folge zwar nicht mehr wirklich gefährlich vors Tor, doch das eine Tor Vorsprung ist natürlich trügerisch. Meyer hat nach rund 80 Minuten die Entscheidung zwar auf dem Fuss, doch sein Schuss ist zu unplatziert.
Kurz darauf die nächste Grosschance für die Entscheidung: Frey scheitert jedoch nach einem Foulspiel im Winti-Strafraum vom Penaltypunkt.
So geht das Zittern weiter, umso mehr, weil die Nachspielzeit nach den vielen Verletzungspausen über zehn Minuten dauert.
In der 101. Minute dann die Erlösung: Frey kommt in der eigenen Spielhälfte an den Ball, sieht das FCW-Keeper Kapino weit vor dem Tor steht und zieht einfach ab. Aus rund 60 Metern trifft er zum 2:0. Grandios!
Es ist der Schlusspunkt einer emotionalen Partie. Die Grasshoppers schlagen den FC Winterthur mit 2:0 und bauen den Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz auf acht Punkte aus.
Fazit
Was für ein unglaublich wichtiger Sieg – und was für eine grossartige Mannschaftsleistung. Jeder wusste, dass es nur über den Kampf gehen würde. Und genau diesen Kampf hat jeder einzelne angenommen, von Beginn weg und bis weit über die 90 Minuten hinaus. Der Sieg ist deshalb absolut verdient.
Ausblick
Am nächsten Wochenende kommts zum grossen Highlight: GC Zürich trifft auswärts im Cup-Halbfinal auf den FC Stade-Lausanne-Ouchy. Anpfiff in der Pontaise ist um 19.15 Uhr. Alli uf Lausanne!
