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Auswärtsniederlage in Winterthur

Auswärtsniederlage in Winterthur

Der Grasshopper Club Zürich unterliegt Winterthur auch auf der Schützenwiese. Beim 2:0 ist der GCZ nicht die schlechtere Mannschaft. Aber Winterthur macht aus wenig sehr viel.

1. Halbzeit

Das Auswärtsspiel am sonnigen Samstagabend startet unterhaltsam. Beide Teams liefern sich Zweikämpfe und versuchen dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Im Vergleich zum Spiel gegen Winterthur in Zürich vor zwei Wochen startet der GCZ aufsässiger, mutiger und kontrollierter.

In der 7. Minute kommt Schürpf auf Links – schön freigespielt von Morandi – zu einem satten Volleyschuss, der knapp am weiten Pfosten vorbeischrammt. Kurz darauf hat Lee am rechten Flügel eine Chance, als er den Ball aus spitzem Winkel gefährlich aufs Tor lenken kann. Doch Winterthurs Kapino ist zur Stelle und wehrt den Schuss aus kürzester Distanz mit beiden Händen ab.

In der 29. Minute jubelt der Gästesektor – für ca. fünf Sekunden. Dann hebt der Linienrichter die Fahne und erkennt ein Kopfballtor von Schürpf ab. Es wäre nach einem Morandi-Freistoss vom linken Flügel praktisch eine Kopie des Siegtors von vor zwei Spieltagen auswärts in Yverdon gewesen. Aber eben: wäre…

In der 36. Minute das gleiche Bild: Schürpf trifft, die GC-Fans jubeln ein paar Augenblicke lang, dann geht die Fahne des Assistenten hoch. Lee hatte einen Ball per Kopf verlängert und Schürpf startet dieses Mal aus einer ziemlich klaren Offside-Position. Als Randnotiz: Er hätte Kapino sehenswert per Lupfer bezwungen.

Gegen Ende der zweiten Hälfte kommt Winterthur besser ins Spiel. Nach einer Flanke von Jankewitz kommt Burkart frei zum Kopfball, doch er erwischt denn Ball nicht richtig und köpfelt übers Tor.

 

2. Halbzeit

Und wie schon vor zwei Wochen gegen Winterthur beginnt die zweite Hälfte so schlecht, als nur möglich, aus GC-Sicht. Nach einem Abstimmungsfehler in der Verteidigung in der 47. Minute kann Winterthurs Gomis zum 1:0 einnetzen.

Der Treffer wirkt fürs Heimteam offenbar beflügelnd. Sie laufen Sturm und nach einer Kopfball-Stafette kommt Lüthi im Fünfmeterraum zum Tap-In. 2:0 Winterthur.

Ein paar Minuten später: Penaltypfiff für GC. Schürpf wird im Strafraum gestossen. Es ist wieder Morandi, der am Punkt bereitsteht. Und es ist alles bereit, der Schiedsrichter hat die Pfeife im Mund und scheint den Penalty anzupfeifen. Und dann pfeift er. Aber seine Hände malen gleichzeitig ein Rechteck in die Luft. Im erdenklich aller spätesten Moment geht er zum VAR-Bildschirm und erkennt den Penalty wieder ab.

Natürlich müssen Orals Männer nun offensiver spielen. Es gibt hinten Räume für das konterstarke Winterthur. Unterlegen ist man nicht, umso ärgerlicher natürlich der Rückstand.

In der 75. Minute spielt Irankunda sein Tempo aus, zieht durchs Mittelfeld und haut aus gut 20 Metern drauf. Der Ball geht nur knapp am weiten Pfosten vorbei – ein guter Versuch.

Und danach stellt Winterthur dem GCZ die Räume zu, zerfährt das Spiel gekonnt und nimmt den Grasshoppers jegliche Chance, sich dem Winti-Tor zu nähern. Der Schlusspfiff ertönt – in einem Spiel, in dem der GCZ einige Chancen hatte, wenige davon aber zwingend, und in dem Winterthur aus sehr wenig viel Kapital schlägt.

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