MenuSuche

Raiffeisen Super League 2017/2018
Sa 19.05.18, 19:00 Uhr | Letzigrund, Zürich

1 : 2
(0:0)

GC VERLIERT GEGEN YB

Der Grasshopper Club Zürich verliert gegen den BSC Young Boys trotz zwischenzeitlicher Führung mit 1:2. Das einzige GC-Tor erzielte Kenan Kodro in der 62. Spielminute.

Zum Abschluss der Saison 2017/18 traf der Grasshopper Club Zürich auf den amtierenden Meister aus Bern. Vor der Partie gratulierte der GC-Captain Emil Bergström dem YB-Spielführer Guillaume Hoarau in Form eines Präsents zum Meistertitel. Zudem wurden vor dem Anpfiff drei Grasshoppers verabschiedet: Vaso Vasic, Alban Pnishi und Milan Vilotic werden den Verein nach dieser Spielzeit sicher verlassen – in diesem Sinne: Danke für den Einsatz und viel Erfolg für die Zukunft!

Der Stadtzürcher Traditionsverein startete mit viel Elan in die Partie. Den Blauweissen merkte man sofort an, dass der Druck aus dem Abstiegskampf nicht mehr auf ihren Schultern lastete. In den ersten zehn Minuten spielten sich die Grasshoppers durch schönes Kombinationsspiel mehrmals gefährlich in die Nähe des gegnerischen Tores – zu einem Abschluss kam GC trotzdem noch nicht. Danach erhöhten die Berner die Pace und kamen prompt zu einem Abschluss: Hoarau spitzelte den Ball im Strafraum zu Assalé. Dieser hatte das Auge für den völlig freistehenden Fassnacht, doch der Winterthurer scheiterte am glänzend reagierenden Lindner. Kurze Zeit später kam es vor dem GC-Tor wieder zum gleichen Duell. Fassnacht stand nach einem Sprint plötzlich vor Lindner, doch der Österreicher gewann auch dieses Privatduell für sich! Wie es das Chancenverhältnis aufzeigte, übernahmen die Berner im Verlauf der ersten Halbzeit mehr und mehr das Spieldiktat. Trotzdem kämpften die Grasshoppers weiter um jeden Ball und liessen sich nicht hintenreindrücken. Die Young Boys gingen zudem weiter fahrlässig mit ihren Chancen um: Ein bisschen mehr als eine halbe Stunde war gespielt, als Hoarau frei vor Lindner zum Abschluss kam. Er suchte den Abschluss viel zu überhastet und der Österreicher parierte auch dieses „Schüsschen“ problemlos. In der 37. Spielminute kam GC endlich zu einer richtigen Torchance, als Taipi auf der linken Seite an Lotomba vorbeisprintete. Nach dem Pass ins Zentrum suchte Kodro aus 18 Metern den Abschluss und verzog nur um wenige Zentimeter. Praktisch im Gegenzug musste sich Lindner auf der Gegenseite nach einem Assalé-Schlenzer ziemlich strecken und klärte einmal mehr bravourös. Obwohl es noch keine Tore gab, war es für die Zuschauer eine attraktive Partie mit vielen Toraktionen.

Die Startphase der zweiten Halbzeit gehörte klar dem Neo-Schweizermeister. YB machte in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff permanent Druck und schnürte die Stadtzürcher tief in der eigenen Hälfte ein. So gehörte die erste Möglichkeit den Bernern: Der grossgewachsene Hoarau war bei einer präzisen Flanke von links eine Fusslänge zu klein und verpasste die Führung nur knapp. In der 62. Spielminute kamen dann die Grasshoppers gefährlich vor das YB-Tor, und wie: Kodro wurde herrlich in die Gasse geschickt, dieser umspielte Letellier und erzielte eiskalt das 1:0 für GC! Das Spiel entwickelte sich danach zu einem offenen Schlagabtausch, wobei die Stadtzürcher plötzlich wieder mehr von der Partie hatten. Eine Viertelstunde vor Schluss kam es zu den ersten Wechseln auf beiden Seiten. Bei GC kam der Bosnier Kapic für Fasko ins Spiel und bei den Berner ersetzten Nsame und Schick Sulejmani und Lotomba – eine klare Ansage: Offensive pur! Die Grasshoppers spielten sich immer wieder in den Strafraum von YB und scheiterten meist erst an der Präzision beim letzten Pass. Die Berner schalteten ihrerseits bei den Angriffen blitzschnell um: Genau so erzielten sie in der 80. Spielminute den Ausgleich durch Nsame. Bei der nächsten Offensivaktion von GC kam es zu einem Freistoss aus einer vielversprechenden Position. Andersens Flanke flog an allen Spielern vorbei und verfehlte das Tor schliesslich nur ganz knapp! Kurz vor Schluss wechselten die Stadtzürcher Vaso Vasic ein; eine schöne Geste des Rekordmeisters. Der Torwart musste bereits nach wenigen Sekunden zusehen, wie der Ball hinter ihm im Netz einschlug. Fassnacht tauchte ganz alleine vor Vasic auf und verwandelte problemlos zum 2:1 für die Berner. Danach war die Partie vorbei. Somit beendeten die Grasshoppers eine enttäuschende Saison auf dem 9. Tabellenplatz.

Cheftrainer Fink sagt an der Pressekonferenz nach dem Spiel, dass YB die klareren Chancen hatte und darum als verdienter Sieger vom Platz ging: «Wir hatten anfangs Probleme, da wir eine neue Abwehr und ein neues Mittelfeld zusammenstellen mussten mit vielen Jungen spielen.» Die Partie sei symptomatisch für den Saisonverlauf: «Der Weg ist das Ziel und wir können einiges aus diesen Krisensituationen in die nächste Saison mitnehmen.»

Mitglied werden!