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Raiffeisen Super League 2018/2019
Sa 06.04.19, 19:00 Uhr | Letzigrund, Zürich

1 : 1
(0:1)

STADTZÜRCHER DERBY ENDET UNENTSCHIEDEN

Der Grasshopper Club Zürich und der FC Zürich trennen sich 1:1 unentschieden. Nachdem GC in der 30. Minute in Rückstand ging, glich Ravet die Partie kurz nach der Pause aus.

Heute stand das dritte Ligaspiel innert sechs Tagen an. Nachdem die Limmatstädter in den letzten beiden Partien jeweils einen Punkt geholt haben, war das Ziel, die Woche mit einem Derbysieg abzuschliessen. Cédric Zesiger kehrte nach seiner Gelbsperre in die Startaufstellung zurück. Zu seinem Startelf-Debüt in der Raiffeisen Super League kam Mergim Bajrami. Der 18-jährige Schweizer Nachwuchsinternationale rückte für den verletzten Marko Basic in die Mannschaft.

Beide Teams suchten direkt nach Spielbeginn die Offensive. Den ersten Abschluss der Partie verzeichneten die Hoppers nach wenigen Minuten: Ravet zog von rechts ins Zentrum und probierte es aus rund 21 Metern. Er verfehlte das Tor aber deutlich. Kurze Zeit später spielte sich das aufsässige GC eine weitere Möglichkeit heraus. Cvetkovic führte einen Einwurf schnell aus und bekam die Kugel sofort wieder von Mergim Bajrami. Dessen Flanke klärte Kryeziu gerade noch vor dem einschussbereiten Caiuby. Blauweiss kombinierte sich immer wieder vor das gegnerische Tor, dort fehlte allerdings die Präzision beim Abschluss. In einer ausgeglichenen Partie war GC allgemein die aktivere Mannschaft und versuchte, durch einen sicheren Spielaufbau in die Platzhälfte des Stadtrivalen zu gelangen. Nach 25 Minuten kombinierten sich die Hoppers herrlich in den FCZ-Sechzehner. Mergim Bajramis Pass in die Mitte konnte Ravet jedoch nicht verwerten: Sein Schuss aus kürzester Distanz segelte knapp über das Tor. Der FC Zürich kam seinerseits mit dem ersten Abschluss zum Führungstreffer. Ceesay gewann nach einem weiten Ball das Laufduell gegen Nathan und zog aus 19 Metern einfach mal ab. Der Schuss sprang vom Innenpfosten ins Netz – 0:1. Nur kurze Zeit später parierte Lindner einen wuchtigen Schuss aus der zweiten Reihe zum Eckball. Der FCZ machte nach dem Führungstreffer mächtig Druck und GC konnte sich glücklich schätzen, dass es nach 37 Minuten nicht 0:2 stand. Die Hoppers klärten den Ball nach einem Corner nur bis zur Strafraumgrenze. Dort fasste sich Untersee ein Herz und schoss das Leder an den linken Pfosten. Dieses Mal sprang das Spielgerät aber nicht ins Netz, sondern zurück ins Spielfeld. Der Stadtzürcher Traditionsverein steigerte sich bis zur Pause wieder, konnte sich jedoch keine zwingenden Torchancen mehr herausspielen. 

Stipic wechselte zu Beginn der zweiten Halbzeit zum ersten Mal. Für Nedim Bajrami war neu Taipi im Spiel. Nur kurze Zeit nach Wiederanpfiff, in der 48. Spielminute, kam GC durch Ravet zum Ausgleichstreffer! Die haargenaue Flanke von Pusic beförderte der Franzose eiskalt ins Tor – 1:1. Die Hoppers wollten direkt nachlegen: Nathan schickte Djuricin in die gegnerische Platzhälfte, wo der Österreicher dann aber auf sich alleine gestellt war. Er prüfte Brecher aus spitzem Winkel, doch dieser parierte das Geschoss. Auch die nächste Möglichkeit gehörte Blauweiss. Mergim Bajrami spielte nach einem Sprint über das halbe Feld den freistehenden Caiuby an. Dieser schoss den Ball dann über den Kasten. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem beide Teams den Führungstreffer suchten. In der 55. Spielminute sprang ein abgelenkter Schuss von Kharabadze wenige Zentimeter am GC-Tor vorbei – Glück für die Hoppers. Wenig später köpfte Nathan den Ball zu kurz zu Lindner zurück. Der österreichische Nationaltorhüter klärte die Situation gerade noch vor Ceesay. Eine sehr wichtige Tat des GC-Goalies! Das Spiel war sehr zweikampfbetont. Es kam mehrmals zu kurzen Unterbrüchen, da immer wieder ein Spieler verletzungsbedingt auf dem Boden lag. Zwanzig Minuten vor dem Ende wechselten die Limmatstädter zum zweiten Mal: Für den Torschützen war neu Bujar Lika in der Partie. Es folgte die beste Möglichkeit des Spiels durch Djuricin. Nach einem schönen Pass von Taipi zog der Österreicher alleine auf Brecher los, brachte das Leder aber nicht am FCZ-Goalie vorbei. In der letzten Viertelstunde drängte der Stadtrivale die Hoppers vermehrt in die eigene Platzhälfte. In dieser Phase wechselte Blauweiss zum dritten Mal: Djibril Diani ersetzte Mergim Bajrami. GC probierte seinerseits durch schnelles Umschaltspiel, Nadelstiche zu setzen. In der Nachspielzeit musste sich Lindner nochmals mächtig strecken, nachdem eine Hereingabe durchs Getümmel in Richtung Tor flog. Danach war Schluss.

GC sei gut ins Spiel gekommen, meint Cheftrainer Stipic: «Die Verteidigung hat funktioniert, bis wir aus dem nichts in Rückstand gerieten.» Auf die Probleme, welche seine Mannschaft ab Mitte der ersten Halbzeit bekam, konnten die Hoppers ansprechend reagieren: «Wir haben sofort den Ausgleich erzielt und dann hinten nur noch wenig zugelassen. Es ist ein gerechtes Unentschieden», so Stipic.

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