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Raiffeisen Super League 2018/2019
Sa 09.03.19, 19:00 Uhr | Letzigrund, Zürich

0 : 1
(0:0)

GC VERLIERT GEGEN YB

Trotz einer kämpferischen Leistung verliert der Grasshopper Club Zürich gegen den BSC Young Boys mit 0:1. Das Tor erzielte Sow im letzten Angriff des Spiels.

Heute stand für die Hoppers die erste Partie unter dem neuen Cheftrainer Tommy Stipic an. Der Gegner war niemand Geringeres als der Meister aus Bern. Captain Sigurjonsson stand nach seiner Verletzung wieder in der Startaufstellung. GC startete mit einem 3-5-2-System, bei welchem Holzhauser in der Verteidigung die zentrale Position zwischen Rhyner und Ajeti einnahm. Über die Flügel agierten Goelzer und Lika. Der Albaner stand heute zum ersten Mal seit langem wieder auf dem Matchblatt. Im zentralen Mittelfeld kamen neben Captain Sigurjonsson Kamber und Bajrami zum Einsatz. Der U21-Internationale nahm dabei den offensiven Part ein. Den Doppelsturm bildeten Caiuby und Ravet.

GC startete engagiert in die Partie und suchte in der Anfangsphase bei eigenem Ballbesitz sofort die Offensive. Dass die Einstellung stimmte, zeigte auch das Zweikampfverhalten der Hoppers: Von hinten bis vorne wurde um jeden Ball gekämpft. Es entwickelte sich eine interessante Partie. YB probierte in der Startphase, mit einem ruhigen Aufbauspiel vor das Tor des Stadtzürcher Traditionsvereins zu kommen. Dieser liess in der Defensive jedoch praktisch nichts zu und schloss die Räume gekonnt. Nach 17 Minuten wurde Assale das erste Mal in die Gasse geschickt. In der Mitte stürmte Nsame in den Sechzehner, wo Rhyner mit einer Grätsche im letzten Moment den Querpass abfangen konnte. Kurze Zeit später brachte Holzhauser nach einem Freistoss einen hohen Ball in den YB-Strafraum. Ajeti lenkte das Leder zwar mit dem Kopf ab, für Gefahr sorgte dies trotzdem nicht. Nicht so auf der anderen Seite: Fassnacht setzte Sow mustergültig in Szene. Anstatt den Abschluss zu suchen, entschied er sich für den Pass ins Zentrum. Dort stand aber niemand – Glück für GC! In dieser Phase übernahm der Meister aus Bern das Spieldiktat. Die Limmatstädter konzentrierten sich ihrerseits aufs Verteidigen. Die Partie wurde weiterhin von beiden Teams hart geführt. Dadurch kam es immer wieder zu verletzungsbedingten Unterbrüchen. YB blieb die aktivere Mannschaft, ohne sich dabei nennenswerte Torchancen rauszuspielen. Bis zur 40. Minute: Nach einem Eckball landete die zweite Hereingabe auf dem Kopf von Nsame. Lindner reagierte blitzschnell und fischte die Kugel im letzten Moment aus dem Winkel. Somit ging die Partie torlos in die Pause.

Ähnlich wie in der ersten Hälfte konnte GC auch zu Beginn des zweiten Durchgangs druckvoll starten. In der 55. Minute kamen die Hoppers zur ersten Grosschance des Spiels. Nachdem von Ballmoos den Weitschuss von Lika nach vorne abwehrte, landete die Kugel vor den Füssen von Bajrami. Der junge Schweizer schoss allerdings direkt in die Arme des Torhüters  – das müsste die GC-Führung sein! Nach einer Stunde mussten die Limmatstädter zum ersten Mal wechseln, nachdem Lika das Spiel angeschlagen verlassen musste. Nathan ersetzte den Flügelspieler bei seinem Comeback. Der Brasilianer rückte in die Innenverteidigung, während Ajeti auf der rechten Seite die Position von Lika einnahm. Rund fünf Minuten später wechselte Stipic zum zweiten Mal: Ravet wurde durch Djuricin ersetzt. Wenige Momente später köpfte Caiuby den Ball nach einer einstudierten Freistossvariante das Leder knapp über das YB-Tor. Praktisch im Gegenzug wird Assale von Holzhauser im Strafraum von den Beinen geholt. Der Gefoulte trat selber an und scheiterte an Lindner – eine Glanztat des GC-Goalies! Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: GC konterte kurz darauf fast perfekt, doch Djuricin brachte seine Hereingabe nicht an Benito vorbei. In der Mitte wäre Bajrami einschussbereit freigestanden. Nach 78 Minuten kam es bei den Hoppers bereits zum dritten Wechsel: Für Bajrami war neu Taipi im Spiel. Nur eine Zeigerumdrehung später holte Holzhauser ungestüm Assale von den Beinen. Der anschliessende Freistoss von der Strafraumgrenze brachte jedoch keine Gefahr. Kurz vor Schluss entwischte Sow auf der linken Seite der Verteidigung und probierte es aus spitzem Winkel. Sein Abschluss landete im Aussennetz. Wenige Momente später hätte es auch für die Hoppers einen Elfmeter geben können, nachdem Sigurjonsson im Sechzehner von den Beinen geholt wurde – heikle Entscheidung. YB machte in der Schlussphase mächtig Druck. Nach einem Eckball stieg Camara im Fünfmeterraum am höchsten. Lindner reagierte bravourös und lenkte den Kopfball mit den Fingerspitzen über die Latte. GC wurde trotz der kämpferischen Leistung am Schluss nicht mit einem Punkt belohnt. Im letzten Angriff des Spiels köpfte Sow eine Flanke zum 0:1 ins Tor.

Cheftrainer Stipic ist vom Ergebnis enttäuscht, hat aber viel positive Ansätze gesehen: «Die Mannschaft ist gegen den Tabellenführer mit Disziplin und Laufbereitschaft aufgetreten.» Morgen wird das Spiel analysiert und abgehakt, um sich dann sofort auf die nächste Partie auswärts gegen Sion fokussieren zu können.

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