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Raiffeisen Super League 2018/2019
So 24.02.19, 16:00 Uhr | Stockhorn Arena, Thun

1 : 1
(1:1)

PUNKTGEWINN GEGEN THUN

Der Grasshopper Club Zürich und der FC Thun spielen 1:1 unentschieden. Kurz nach dem frühen Rückstand parierte Lindner einen Elfmeter von Sorgic. Die Limmatstädter zeigten eine Reaktion und glichen die Partie in der 19. Spielminute durch Ajeti aus. Dabei blieb es in einem bis zum Schluss umkämpften Spiel.

GC startete vorsichtig und zugleich engagiert in die Partie. Nach zehn Minuten kamen die Stadtzürcher durch Taipi zum ersten Abschluss des Spiels. Die Berner Oberländer liessen dem Mittelfeldspieler rund zwanzig Meter vor dem Tor zu viel Raum: Sein Distanzschuss flatterte letztlich knapp am rechten Lattenkreuz vorbei. Nur wenige Minuten später verlor Caiuby im Mittelfeld nach einem hart geführten Zweikampf den Ball und die Thuner schalteten blitzartig um. Sorgic passte die Kugel von rechts ins Zentrum, wo Salanovic die Hereingabe aus offsideverdächtiger Position knapp verpasste. Am zweiten Pfosten stand ein weiterer Thuner völlig frei und dieser schob zum 1:0 ein. Stillhart hiess der Torschütze. Wenige Momente nach dem frühen Rückstand klärte Rhyner das Leder nur ungenügend aus der Gefahrenzone und brachte Sorgic unglücklich im Strafraum in Ballbesitz, wo dieser von Diani umgerissen wurde – Elfmeter. Der gefoulte Sorgic legte sich den Ball bereit und schoss platziert in die rechte Ecke. Lindner machte sich ganz lang und parierte den strammen Schuss hervorragend. In der 19. Minute kam GC zu einem Eckball: Ravet brachte die Flanke auf den ersten Pfosten. Kamber versuchte das Leder, aus kurzer Distanz im Tor unterzubringen, traf mit seinem Abschluss aber nur die Latte und den Pfosten. Von dort sprang das Spielgerät direkt in die Füsse von Ajeti. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und netzte zum 1:1 ein! Es war viel los in dieser Startphase. Nur wenige Zeigerumdrehungen später kam Sorgic nach einem Corner beim zweiten Pfosten freistehend zum Abschluss. Das Leder rutschte ihm über den Spann und die Chance war vertan. Danach beruhigte sich das Spielgeschehen – was die Chancen anging – weitgehend. Die Limmatstädter waren vor allem nach Standardsituationen gefährlich, den Thunern gelang mehr aus dem Spiel heraus. Fünf Minuten vor der Pause flankte Tosetti perfekt auf Sorgic, doch dessen Kopfball fälschte Lindner gerade noch über die Latte. Dass GC auch durch schönes Kombinationsspiel für Gefahr sorgen kann, zeigten sie nur wenige Augenblicke später: Caiuby schickte Ravet in die Spitze, welcher den Ball direkt zu Taipi weiterleitete. Der Kosovare hatte auf der linken Seite viel Platz und viel Zeit, trotzdem flog sein Schuss übers Tor. Danach war Pause.

Keine Minute war in der zweiten Halbzeit gespielt, als es nach einem Eckball vor dem GC-Tor brandgefährlich wurde. Die flache Hereingabe lenkte Rodrigues im Fünfmeterraum knapp am zweiten Pfosten vorbei. In der Folge kombinierten sich Holzhauser und Ravet herrlich vor das gegnerische Tor. Der Abschluss des Franzosen war dann aber zu ungenau und es stand weiterhin 1:1. GC war in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs die aktivere Mannschaft. Der Stadtzürcher Traditionsverein hatte mehr Ballbesitz, ging energisch in die Zweikämpfe und suchte vermehrt die Offensive. Trotzdem waren es die Berner Oberländer, die durch einen Standard zur nächsten Torchance kamen. Tosetti brachte eine Flanke aus grosser Distanz mit viel Zug in Richtung Tor. Ohne dass die Kugel von einem Spieler abgefälscht wurde, musste Lindner die Gefahr mit den Fingerspitzen bereinigen. Nach dieser Möglichkeit kontrollierten die Thuner das Spielgeschehen wieder besser und suchten ihrerseits den zweiten Treffer. GC überstand diese Phase ohne grössere Probleme. Zwanzig Minuten vor dem Ende waren die Limmatstädter zum ersten Wechsel gezwungen, da Gjorgjev anzeigte, dass er verletzungsbedingt nicht mehr weiterspielen kann. Für ihn kam Cvetkovic auf der rechten Aussenbahn ins Spiel. Die Partie war sehr umkämpft und es kam wegen den hart geführten Zweikämpfen zu einigen Unterbrüchen. In der 80. Spielminute wechselte Trainer Fink zum zweiten Mal: Für Taipi kam Bajrami in die Partie. In den Schlussminuten schafften es beide Teams nicht mehr, grössere Gefahr auf das gegnerische Tor auszuüben. In der 92. Minute probierte es es Ajeti nach einem Ravet-Freistoss mit dem Kopf – Faivre entschärfte die Aktion locker. Die letzte Chance des Spiels gehörte den Thunern: Es war ein Freistoss aus 17 Metern, welchen Costanzo unter der Mauer durchschoss. Eine gute Idee, aber keine gute Umsetzung. Hinter diesem Abschluss war zu wenig Wucht und Lindner hielt das Unentschieden ohne Probleme fest.

Fink ist zufrieden mit der Leistung seines Teams: «Ich glaube, dass meine Mannschaft gezeigt hat, dass sie Abstiegskampf kann und das ist sehr wichtig.» Zufrieden ist er auch mit Neuzugang Caiuby: «Er hat vorne gut mit Ravet harmoniert. Kurz vor der Pause hätten die beiden fast das 2:1 vorbereitet, doch Taipi wusste die Chance nicht zu verwerten.» Für Fink ist klar, dass die Partie ohne den von Lindner gehaltenen Elfmeter anders hätte ausgehen können. «Diese Aktion war sicher spielentscheidend», so der Cheftrainer.

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