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Raiffeisen Super League 2018/2019
So 21.10.18, 16:00 Uhr | Tourbillon, Sion

0 : 0
(0:0)

UNENTSCHIEDEN GEGEN DEN FC SION

Der Grasshopper Club Zürich spielt auswärts gegen den FC Sion 0:0-Unentschieden. Beide Mannschaften hatten Möglichkeiten, das Spiel in ihre Richtung zu lenken. Die Chancen wurden jedoch nicht genutzt und so muss man sich mit einem torlosen Unentschieden zufrieden geben.

Nach dem Sieg im Ligaspiel gegen den FC Lugano vor zwei Wochen und dem Testspiel-Sieg gegen den SC Kriens wollte der Grasshopper Club Zürich heute gegen den FC Sion einen weiteren Vollerfolg einfahren.

Beide Mannschaften spielten von Beginn weg mit viel Zug auf das gegnerische Tor. Mit weiten Bällen versuchten die Walliser in der Anfangsphase, die GC-Verteidigung zu überlisten, doch da war kein Durchkommen. In der Startviertelstunde musste Lindner lediglich einmal aus seinem Strafraum sprinten, um den Ball zu klären, ansonsten kam nicht viel auf sein Tor. Sion-Goalie Fickentscher hatte in derselben Zeitspanne doppelt so viel Arbeit: Bei einem Jeffren-Schuss machte er sich lang, der Abschluss flog allerdings knapp am Tor vorbei. Eine weitere gefährliche Aktion entstand nach einem Rückpass, welchen Bajrami abfangen konnte. Leider war der GC-Spieler bereits zu nah an der Behind-Linie und der Ball sprang knapp am Tor vorbei, bevor er richtig unter Kontrolle gebracht werden konnte. Spektakulär wurde es nach 17 Minuten, als Ndoye im GC-Strafraum zum Fallrückzieher ansetzte und diesen sehr platziert in Richtung Tor brachte. Lindners Reaktion war jedoch genauso hervorragend – weiterhin 0:0. Nur wenige Minuten später setzte Rhyner Bahoui mit einer schnellen Spielauslösung in Szene. Der Schwede liess sich auf dem Weg zum Strafraum leicht abdrängen und brachte letztlich zu wenig Druck hinter die Kugel, um Fickentscher bezwingen zu können. Nach einer halben Stunde prüfte Lavanchy den Sion-Goalie mit einer missglückten Flanke, doch Fickentscher klärte knapp vor der Linie. Diese Chance entstand durch eine äusserst schöne Ballstafette des Stadtzürcher Traditionsvereins. Die Sittener hatten Glück, dass es kurze Zeit später nach einem Holzhauser-Eckball nicht 1:0 für die Limmatstädter stand. Song fälschte die Kugel auf das eigene Tor ab, doch Fickentscher parierte in extremis. In einer animierten ersten Halbzeit fielen auf beiden Seiten keine Tore. Dies hatten beide Teams der teils überragenden Paraden ihrer Schlussmänner zu verdanken. Die Spielanteile waren in den ersten 45 Minuten über weite Strecken ausgeglichen.

Der zweite Durchgang startete direkt mit einer Grosschance für die Heimmannschaft: Djitté nahm eine Hereingabe direkt ab und visierte die rechte, untere Ecke des Tores an. Lindner war aber auf dem Posten und kratzte das Geschoss noch vor der Linie. Der Stadtzürcher Traditionsverein übernahm nach dieser Möglichkeit mehr Verantwortung im Spiel und suchte die Führung. Die Offensivaktionen wurden aber noch nicht belohnt. In der 53. Spielminute fälschte Neitzke einen Schuss von Jeffren noch entscheidend zum Eckball ab. Die Grasshoppers hatten in dieser Phase des Spiels klar mehr Ballbesitz. Oft fehlte nicht viel, dass es gefährlich geworden wäre, doch die Walliser standen defensiv kompakt. Rund zwanzig Minuten vor Spielschluss schalteten auch die Sittener wieder schneller von Verteidigung auf Angriff um und schnürten die Hoppers teilweise im eigenen Strafraum ein. Zum Abschluss kamen sie jedoch nicht. Nach 75 Minuten wechselte Fink und ersetzte Bahoui durch Pinga und kurze Zeit später kam Kamber für Pusic in die Partie. Doch auch die Walliser vollzogen einige Veränderungen auf dem Platz und hielten den Druck hoch. Fünf Minuten vor Schluss fand der eingewechselte Abdellaoui im Zentrum den Kopf des eingewechselten Uldrikis, doch dessen Kopfball verfehlte das Ziel klar. Danach waren es wieder die Stadtzürcher, welche sich in der gegnerischen Platzhälfte eine Überzahlsituation herausspielen konnten. Bajramis Schluss wurde geblockt, danach ersprintete sich dieser nochmal den Ball und wurde im Strafraum an der Hacke getroffen. Strittige Szene, aber die Pfeife von Schiedsrichter Klossner blieb stumm. Man merkte, dass die Sittener in der Schlussphase noch mehr Reserven hatten. Doch GC überstand die Schlussoffensive der Walliser, ohne eine weitere Torchance zulassen zu müssen.

Aufgrund der Spielanteile ist die Punkteteilung zwischen dem Grasshopper Club Zürich und dem FC Sion sicherlich gerecht. Beide Mannschaften hatten in der ersten Halbzeit grosse Chancen, um in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit hatte GC zu Beginn mehr vom Spiel, musste am Schluss jedoch vermehrt Defensivarbeit leisten.

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