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Raiffeisen Super League 2018/2019
So 22.07.18, 16:00 Uhr | Stade de Suisse, Bern

2 : 0
(0:0)

NIEDERLAGE GEGEN YB

Der Grasshopper Club Zürich verliert gegen den BSC Young Boys auswärts mit 0:2. Lange Zeit gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Nach einem Platzverweis in der 55. Spielminute mussten die Stadtzürcher die verbleibende Zeit in Unterzahl spielen und erhielten zwei Tore.

Nach der Fussballweltmeisterschaft mussten die Schweizer Fussballfans nicht lange warten, bis die heimische Liga wieder startete. Bereits sechs Tage nach dem WM-Final begann gestern die Raiffeisen Super League mit zwei Überraschungssiegen. Heute galt es auch für den Grasshopper Club Zürich wieder ernst: Auswärts traf man auf den amtierenden Meister aus Bern – ein Klassiker durch und durch.

Die Young Boys probierten in der Anfangsphase sofort, ihr Spiel aufzuziehen. Die Berner starteten aufsässig und liessen dem Stadtzürcher Traditionsverein wenig Raum. Dementsprechend verzeichnete der amtierende Meister in den Startminuten mehr Ballbesitz. Für das erste Ausrufezeichen der Partie sorgten jedoch die Grasshoppers: Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte sprintete Rückkehrer Bahoui in Richtung Strafraum, wo er aus gut 18 Metern einfach mal abzog. Leider traf sein Abschlussversuch nur die Latte. Nach diesem Angriff verlor GC mehr und mehr an Nervosität und gewann zunehmend Spielanteile. So kam es, dass auch die zweite Topchance den Stadtzürchern gehörte: Nach einem schönen Zuspiel von Bahoui auf Holzhauser lancierte der Österreicher seinen Landsmann Djuricin mit der Hacke. Dieser scheiterte knapp am glänzend reagierenden von Ballmoos. Nach 25 Minuten musste GC den ersten personellen Dämpfer hinnehmen. In einem Kopfballduell verletzte sich Abwehrchef Jean-Pierre Rhyner und musste ausgewechselt werden – der junge Zesiger ersetzte ihn. Ein bisschen mehr als eine halbe Stunde war gespielt, als YB zu seiner ersten gefährlichen Möglichkeit kam. Fassnacht ging im Strafraum nach einer weit gezogenen Flanke ziemlich vergessen. Seine Direktabnahme aus circa sieben Metern verfehlte das Tor jedoch klar. Kurz vor der Halbzeit prüfte Sulejmani GC-Torwart Lindner aus grosser Distanz. Dieser bestand den Test problemlos. Ansonsten liess die junge GC-Verteidigung praktisch nichts zu. Auffällig war, wie schnell die Blauweissen immer von der Defensive in die Offensive umschalteten: Egal ob von Holzhauser, Bajrami oder Sigurjonsson – die weiten Bälle fanden oft einen Abnehmer in den vorderen Reihen. Das Unentschieden zur Pause war ein gerechtes Resultat.

Nur wenige Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, bevor es das erste Mal spannend wurde vor dem YB-Tor. Nach einem Missverständnis in der Berner Verteidigung konnte Sigurjonsson den Ball plötzlich völlig unbedrängt in die Mitte passen. Dort grätschte Wüthrich die Kugel gerade noch vor dem Fuss von Bahoui weg. In der 50. Spielminute hätte es einen Elfmeter für GC geben müssen, nachdem Holzhauser in den Strafraum stürmte und dort von Wüthrich regelwidrig vom Ball getrennt wurde. Für den Stadtzürcher Traditionsverein kam es noch schlimmer – dieses Mal war es jedoch selbstverschuldet. Doumbia hatte in der ersten Halbzeit als einziger Grasshopper eine gelbe Karte gesehen und in der 55. Minute kam nach einem Foul an Mbabu die zweite dazu –  Gelb-Rot für den Ivorer. Durch den Platzverweis mussten die Grasshoppers auch taktische Anpassungen vornehmen. Für die Offensivkraft Jeffren kam der eher defensive Pickel ins Spiel. Rund zehn Minuten nach der roten Karte machte sich die Unterzahlsituation auf dem Platz das erste Mal bemerkbar. Zuerst parierte Lindner einen Kopfball von Fassnacht aus kürzester Distanz bravurös. Nur wenige Sekunde später musste sich der österreichische Schlussmann bei einem weiteren Fassnacht-Abschluss ganz lang machen. Den dritten Vorstoss der Berner jedoch konnte der GC-Keeper nicht mehr verhindern. In der 69. Spielminute liess Sulejmani Lindner bei seinem genauen Abschluss keine Chance. Nach dem Rückstand waren die Zürcher zu einer Reaktion gezwungen, was sich in Unterzahl gegen den amtierenden Meister als schwierig erwies. Trotzdem suchten die Blauweissen immer wieder den Weg nach vorne. Der nächste Abschluss war ein Freistoss von Bahoui und segelte knapp über die Querlatte. Fünf Minuten vor Schluss wechselte GC nochmals offensiv: Munsy ersetzte Bajrami. Kurz darauf konterten die Berner die hoch stehenden Grasshoppers aus und Ngamaleu erhöhte auf 2:0. Danach war das Spiel vorbei.

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