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Challenge League 2020/2021
Di 16.02.21, 18:00 Uhr | Stadion Letzigrund, Zürich

2 : 1
(0:1)

COMEBACK-SIEG GEGEN AARAU

Der Grasshopper Club Zürich feiert in der Nachholpartie des 17. Spieltages gegen den FC Aarau den bereits dritten Sieg in Serie. Dank dem wichtigen, aber glücklichen 2:1-Heimsieg beträgt der Vorsprung auf Verfolger Thun nun fünf Punkte.

Die Euphorie im Lager der Zürcher war dank den Erfolgen der vergangenen Woche über Winterthur (3:2) und Thun (2:0) entsprechend gross. Und so, mit vollem Selbstvertrauen, beginnen die Grasshoppers das Duell gegen Aarau. Bereits nach zwei Minuten können zwei gute Gelegenheiten verzeichnet werden. Erst scheitert Captain Cvetkovic nach einem Pusic-Freistoss an Aarau-Goalie Enzler. Nur kurz später zeigt sich erstmals Neuzugang Nuno Da Silva, der einen wuchtigen Schuss am Tor der Gäste vorbeidrescht.

Da Silva, der auf dem rechten Flügel aufläuft, ist eine von insgesamt drei Veränderungen, die Trainer João Carlos Pereira vornimmt. Der vom FC Thun gekommene Offensivspieler beginnt anstelle von Ronan. Pusic rückt dafür von seiner eigentlich angestammten Position auf der rechten Aussenbahn ins Mittelfeldzentrum neben Pina und Schmid. Ausserdem beginnen Arigoni für den leicht verletzten Lenjani und Stürmer Léo Bonatini für Demhasaj.

Nach dem Blitzstart bauen die Grasshoppers jedoch kontinuierlich ab und das Spiel gestaltet sich mehr und mehr ausgeglichen, weil auch der von Stephan Keller trainierte FC Aarau besser in die Partie hineinfindet. Nach 12 Minuten wird schliesslich ein Aufbaufehler des Heimteams, leider nicht der erste zu diesem Zeitpunkt, bitter bestraft. Über GC-Leihgabe Schneider und Balaj landet der Ball bei Torjäger Stojilkovic, der bei seinem siebten Saisontor keine Mühe hat und zum 0:1 trifft.

Sichtlich geschockt von diesem Treffer der Gäste, bringen die Zürcher in der Folge nicht mehr viel zustande. Vielmehr ist es der sehr schwerfällig ins Jahr 2021 gestartete FC Aarau (zwei Niederlagen, ein Unentschieden), der zunehmend die Spielkontrolle übernimmt. Kurz vor der Pause wird es aber nochmals gefährlich vor dem Aarauer Tor, als Pina per Kopf und Schmid den Ausgleich knapp verpassen.

Mit reichlich Luft nach oben und zwei neuen Einwechselspielern, Fehr und Santos für Buur und Pina, geht GC dann den zweiten Durchgang an. Nur vier Minuten sind gespielt als bereits der Ausgleich fällt. Die Frage nach einer schnellen Reaktion wurde somit schnell beantwortet. Besonders erfreulich ist es, dass Stürmer Léo Bonatini, der bislang keine einfache Zeit durchlebt, dieser wichtige Treffer gelingt.

Das Spiel ist nach diesem 1:1 natürlich wieder neu lanciert. Der Gast aus Aarau bleibt dabei ein sehr unbequemer Gegner, der es den Hoppers sehr schwer macht, zu Torchancen zu kommen. Und vorne selbst gefährlich wird. Sechs Minuten nach dem 1:1 knallt Conus den Ball an den Aussenpfosten. Aber auch GC kommt nun vermehrt zu Möglichkeiten und so verpassen Schmid und Bonatini das mögliche 2:1.

Diese kommt dann allerdings nur wenig später, nach gut einer Stunde. Nur wenige Sekunden zuvor für Torschütze Léo Bonatini eingewechselt, schliesst Top-Torjäger Shkelqim Demhasaj einen wunderbaren Angriff der Grasshoppers mit seinem siebten Saisontor gekonnt ab. Eine Aktion, die zeigt, dass wenn GC vorne den Turbo zündet und die Präzision stimmt, es sehr gefährlich werden kann.

Nach dem Führungstor verkommt das Spiel mehr und mehr zur zwar spannenden, aber vor allem nervenaufreibenden Affiche. Denn der FC Aarau, der seit neun Spielen nicht mehr gegen die Grasshoppers gewonnen hat, denkt nicht daran, die Köpfe hängen zu lassen. In der 64. Minute, also nur kurz nach dem 2:1 knallt Thiesson den Ball aus wenigen Metern an die Latte. Und ganz dramatisch wird es in der Nachspielzeit.

In der 91. Minute pfeift Schiedsrichter Wolfensberger einen sehr strengen Elfmeter gegen GC nach einem leichten Foul von Arigoni. Captain Jäckle tritt an und setzt diesen Penalty doch tatsächlich drüber. GC im Glück und der FC Aarau ein weiteres Mal im Pech an diesem Abend.

Somit sind die Hoppers zu Hause weiterhin ungeschlagen und bauen den Vorsprung auf den FC Thun aus. Die nächste Aufgabe für den Tabellenleader gibt es bereits am Freitag, auswärts gegen den FC Wil 1900.

João Carlos Pereira nach dem Spiel

«Es war ein glücklicher Sieg. Trotzdem müssen wir unseren Spielern für ihren Einsatz und Wille gratulieren. Wir wussten, dass es bei einer solchen Anzahl Spiele im 3-4 Tagesintervall Momente geben kann, in welchen der Fokus und die Reaktionsfähigkeit etwas nachlässt. Wir sind nicht so gut in die Partie gestartet. Danach kamen wir aber besser aus der Pause und erzielen die beiden Tore. In der Schlussphase liefen wir dem Ball zu oft nach und mussten deshalb auch noch einmal leiden. Aber am Ende haben wir es geschafft und die drei Punkte geholt. Ab jetzt liegt der Fokus bereits auf dem nächsten Spiel.» 

Nuno Da Silva nach dem Spiel