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Challenge League 2020/2021
Fr 18.12.20, 20:00 Uhr | Stadion Schaffhausen, Schaffhausen

2 : 1
(1:1)

«OH DU KEINE FRÖHLICHE»

Auf dem Kunstrasen will’s nicht. Die Grasshoppers rasseln nach gutem Start in die Niederlage. GC bleibt zwar zum Jahresende auf Rang 1, die Konkurrenz aber rückt näher.

Es ist ein anderes, verwandeltes GC in Schaffhausen. Zumindest in der Anfangsphase. Wenn da die schauderhafte Punkteausbeute aus den ersten vier Auftritten auf der Plastikunterlage nicht wäre, würde man nicht erahnen, dass die Grasshoppers mit der Kunstrasen-Unterlage bisher nicht glücklich wurden. Keine langen Bälle mehr, sondern gepflegtes, flaches Kurzpassspiel. Statt Querpässe, mit Zug nach vorne. Nichts mehr von Ball wegspringen zu vernehmen, die Kugel klebt jeweils am Hopperfuss.

Trainer João Carlos stellt die Mannschaft um. Direkt hinter Stürmer Shkelqim Demhasaj, teils auch neben ihm, lässt er den nimmermüden Nuno Pina laufen. Beeindruckend, was der 21-jährige an Metern zurücklegt. Bei Ballbesitz löst häufig Dominik Schmid als Zentralverteidiger den Angriff aus, flankiert von Toti Gomes und Aleksandar Cvetkovic an seinen Seiten. Ermir Lenjani rückt ins Mittelfeld auf und sorgt für zusätzlichen Druck.

GC macht’s ansehnlich und wird bereits nach zehn Minuten dafür belohnt. Nach einer feinen Kombination zwischen Nikola Gjorgjev und Petar Pusic kommt André Santos zum Abschluss. Der Portugiese bringt die Grasshoppers mit einem magistralen Schuss aus 20 Metern in die linke obere Ecke in Führung. Zwar erspielen sich die Zürcher in der Folge keine weitere, nennenswerte Torchance mehr, stehen aber in der Defensive sattelfest und gestehen den Schaffhausern nichts zu.

Es scheint alles prima und wie gewünscht für den Grasshopper Club Zürich zu laufen, da unterläuft Mateo Matic leider ein verhängnisvoller Fehler. Den Flankenball von Jetmir Krasniqi lässt der GC-Goalie fallen und so kann Ivan Praljin nach einem raschen Zuspiel von Valon Hamdiu einschieben. Mit einem 1:1 geht’s in die Pause und die Herrlichkeit zu Beginn der Partie ist getrübt – Und dies nicht nur auf Grund des starken Nebels, der über dem Stadion liegt.

In den ersten 15 Minuten der zweiten Spielhälfte verläuft das Match ausgeglichen, ohne allerdings brisanter Aktionen. Dann werden die Grasshoppers wieder stärker. Angetrieben von André Santos, über den fast alle Angriffe laufen, ist GC nun mehrheitlich im Ballbesitz. Genau nach einer Stunde gelingt den Zürchern um ein Haar die erneute Führung. Gjorgjev, Schmid, Pusic, Santos, Pina und Lenjani kombinieren und verpassen final nur den krönenden Abschluss. Danach glänzt Nuno Pina mit einer Einzelaktion, sein Abschluss hat allerdings zu wenig «Pfupf».

Der Abend endet für GC mit einer grossen Enttäuschung. Nach 72 Minuten müssen die Blauweissen einen Flachschuss von Emiliano Mozzone zum 1:2 einstecken, der zur Niederlage führt. Dass es die erste Auswärtsniederlage überhaupt von GC in einem Meisterschaftsspiel gegen Schaffhausen ist, ist eine Randnotiz. Prägender ist die Bilanz auf Kunstrasen. Auch in Schaffhausen gelingt es den Grasshoppers nicht, diese aufzupolieren. GC muss diskussionslos auf dieser Unterlage im neuen Jahr gehörig zulegen. Mit zwei Punkten im Schnitt pro Partie ist die Ausbeute zur Weihnachtspause gut, die Auftritte selber aber sind über die Monate hinweg teils durchzogen. Gerade dies aber stimmt für 2021 positiv, steht die Mannschaft in der Tabelle zuvorderst und hat auf jeden Fall leistungsmässig Luft nach oben.

Hopp GC!