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Challenge League 2020/2021
Di 15.12.20, 20:00 Uhr | Stadion Letzigrund, Zürich

2 : 1
(1:0)

2:1 - IRGENDWIE ES DOCH NOCH GEPACKT!

Es ist ein Murks bis zur letzten Sekunde. Einen Schönheitspreis gewinnt der Grasshopper Club Zürich beim 2:1-Sieg über Chiasso nicht – Aber drei Punkte. Und das ist das Wichtigste.

Mit dem allerletzten Angriff gelingt GC das Siegestor. Shkelqim Demhasaj nickt eine Massflanke von Fabio Fehr ein. Danach brechen alle Dämme. Die Ersatzspieler stürmen von der Tribüne herunter und fallen «Mimi» um den Hals. Es ist Erlösung pur. Die Grasshoppers gewinnen mit Ach und Krach doch noch gegen die Südtessiner.

GC tut sich über weite Strecken im Match schwer. 28 Minuten dauert es, bis der Grasshopper Club Zürich erstmals Betriebstemperatur erreicht, dann aber geht’s mit zwei Pfostenschüssen richtig los. Fabio Fehr zirkelt einen Freistoss aus 22 Metern an den rechten Pfosten und auch Shkelqim Demhasaj setzt seinen Nachschuss ans Aluminium. Im Anschluss an den folgenden Eckball vergibt Toti Gomes aus zehn Metern eine riesige Möglichkeit. Wiederum nur eine Minute später wartet Nikola Gjorgiev mit einer fetten Chance auf.

Das Führungstor liegt nun förmlich in der Luft und es fällt auch! Shkelqim Demhasaj läuft nach 35 Minuten alleine auf Chiasso-Schlussmann Safarikas zu und wird zu Fall gebracht – Penalty. «Mimi» schnappt sich die Kugel gleich selber und versenkt sie sauber links unten – Goal, GC! 1:0! Auf Grund der Torchancen ist die Führung absolut verdient. In der ersten halben Stunde geben die Hoppers Chiasso Auslauf, mit Fehrs Freistoss-Aktion ist dann aber fertig lustig. Ab dieser Szene ist der Grasshopper Club Zürich bis zur Pause klar Ton angebend.

Die Töne werden nach der Pause dann leider wieder merklich leiser. Zwar hat Nikola Gjorgjev im Zusammenspiel mit Shkelqim Demhasaj eine gute Gelegenheit, die Führung auszubauen, danach aber baut GC ab und überlässt Chiasso zu viel Raum. Und genau einen solchen nützt Mickael Almeida zum Ausgleich. Obwohl auf sich alleine gestellt, geht der einzige Tessiner Stürmer auf der Fünfmeter Torraumlinie vergessen. Mit einem Hechtsprung versucht Goalie Matic zwar das Schlimmste noch zu verhindern, kann aber den Ball nicht mehr um den Pfosten lenken.

Die Grasshoppers benötigen 15 Minuten um einigermassen wieder in die Gänge zu kommen. Für die Schlussphase werden Connor Ronan, Léo Bonatini und Nuno Pina eingewechselt und die Zürcher bekommen nun wieder mehr spielerisches Übergewicht. Chancen aber erspielt sich GC eigentlich keine mehr. Umso ärgerlicher ist es, dass den Grasshoppers fünf Minuten vor Schluss ein glasklarer Penalty unterschlagen wird, Fabio Fehr wird von den Beinen geholt. Es läuft alles auf ein enttäuschendes Unentschieden heraus und die angezeigten vier Nachspielminuten sind fast abgelaufen, da schraubt sich Shkelqim Demhasaj in den Zürcher Nachthimmel und köpft GC ins Glück. Nicht zum ersten Mal gelingt den Grasshoppers in dieser Saison praktisch mit dem Schusspfiff das Siegestor. GC zeigt definitiv Moral und hat bis zum Schluss den Glauben, es zu reissen. Mehr auf die Spitze treiben sollte es die Mannschaft aber nicht, irgendwann geht es nicht mehr auf.

Hopp GC!