MenuSuche

Challenge League 2020/2021
Fr 11.12.20, 20:00 Uhr | Stockhorn Arena, Thun

3 : 1
(1:0)

EINGEFROREN BEI STANDARDS: 1:3 GEGEN THUN

Die Grasshoppers gleichen zwischenzeitlich aus und es deutet sich gar der Vollerfolg an. Stehende Bälle sind aber an diesem Abend das GC-Manko und führen zur Niederlage.

Schrecksekunde für die Hoppers bereits nach fünf Minuten. Mittelfeldregisseur André Santos prallt mit Thuns Saleh Chihadeh zusammen und bleibt längere Zeit mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Während der Portugiese an der Seitenlinie gepflegt wird, treffen die Gastgeber mit einem Kopfball durch Nikki Havenaar die Latte. Glücklicherweise kehrt Santos zurück und die Grasshoppers kommen im Anschluss daran ihrerseits zur ersten Torchance. Léo Bonatini bricht auf rechts durch und Nuno Pino schliesst auf dessen scharfe Hereingabe sofort ab, Goalie Andreas Hirzel kann allerdings den Kopfball zur Seite abwehren.

Die Partie verläuft ausgeglichen, was sich in den Spielanteilen wie auch in den Eckbällen zeigt. Beide Mannschaften stehen gut in der Verteidigung und so passiert chancenmässig nach der verhältnismässig ereignisreichen Startphase wenig. Nach einer halben Stunde kommen die Gastgeber mittels Freistoss zu einer Art verkürztem Corner. Die Ausführung landet auf dem Kopf von Chris Kablan, der freistehend aus sieben Metern einnicken kann. Der Torschütze macht’s geschickt. Mit einem kurzen Antritt und danach sofortigem Abbremsen löst sich Kablan vom Gegenspieler und verschafft sich so den entscheidenden Freiraum.

Kurz nach dem Gegentreffer kommt der Grasshopper Club Zürich zur Ausgleichsgelegenheit. Die Blauweissen kombinieren sich gekonnt durchs Mittelfeld und bringen Nikola Gjorgjev an der Strafraumgrenze in Position. «Nitscho» anvisiert die linke untere Ecke, Hirzel allerdings taucht rechtzeitig runter. Gegen Ende der ersten Halbzeit wird GC spielbestimmender und hat mit Giotto Morandi noch eine letzte Chance vor der Pause. Dessen Schuss landet im Aussennetz und so gehen die Grasshoppers mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine.

Kaum ist die Mannschaft zur zweiten Spielhälfte zurückgekehrt, ist Nuno Pina dem Ausgleich ganz nahe. Auf einen Corner von Connor Ronan köpft Pina wuchtig, aber übers Thuner Tor. Dem GC-Mittelfeldmotor gehört dann nach einer Stunde auch die nächste Hoppers-Möglichkeit. Auf Zuspiel von Nikola Gjorgjev verpasst er abermals per Kopf. Die Grasshoppers haben nun verbesserten Zugriff aufs Spiel, treffen aber auf Thuner, die mit ihrer Routine auf Kunstrasen dagegenhalten.

Nach 65 Minuten wechselt Cheftrainer João Carlos Pereira sein zentrales Mittelfeld aus. Santos und Pina verlassen den Platz, Schmid und Ponde kommen. Ponde rückt hinter die Spitze Bonatini, Ronan agiert neu im Zentrum. Die Hoppers werden nun immer aktiver und haben Zug nach vorne. In der 72. Minute sprintet Aussenverteidiger Ermir Lenjani mit nach vorne und wird von Nias Hefti im Strafraum von den Beinen geholt – Penalty! Cristian Ponde nimmt drei Schritte Anlauf und versenkt sicher in der linken Ecke! GOOOOOAL, GC! 1:1! Der Thuner Stadionspeaker scheint auf Grund der klirrenden Kälte entweder eingefroren oder ab dem Ausgleich dermassen geschockt, dass er das Tor der Grasshoppers erst fünf Minuten später vermeldet.

GC wittert nun den Braten und spielt auf Sieg. Petar Pusic und Shkelqim Demhasaj werden eingewechselt und die Mannschaft marschiert weiter nach vorne. Fünf Minuten vor Schluss kommen die Thuner allerdings zu einem unterdessen rar gewordenen Angriff, welcher in einem Corner mündet. Und diesen verwertet der grossgewachsene Nikki Havenaar wiederum alleinstehend zur erneuten Führung des FCT. Dieser Rückschlag bodigt die Grasshoppers. Das 3:1 durch Dennis Salanovic ist im Endeffekt nur noch eine Randnotiz.

GC unterliegt final dem FC Thun und verpasst es, den Vorsprung an der Tabellenspitze auszubauen. Die Niederlage ist kein Beinbruch und dennoch ist die Partie eine verpasste Chance. Die Grasshoppers unternehmen vor allem in der ersten Halbzeit zu wenig. Die Mannschaft kommt kaum hinter die Thuner Abwehr. Nach einem Steigerungslauf in Halbzeit 2 und spätestens nach dem Ausgleichstor deutet einiges auf eine endgültige Kehrtwende hin. Im Endeffekt killen zwei Standardtore die Grasshoppers. Sehr ärgerlich. Nun stehen vor der Weihnachtspause noch zwei Partien an. Bevor es zum Abschluss auswärts gegen Schaffhausen geht, gastiert am kommenden Dienstag Chiasso im Letzigrund.

Hopp GC!