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01.11.2001

UEFA-Cup: GC eine Runde weiter

FC Twente Enschede - GC 4:2 (2:0)

Arke-Stadion. 12'500 Zuschauer. – SR: Attilia Hanacsek (UNG). - Bemerkungen: GC ohne Denicola, Schwegler, Berner, Jaggy, Castillo (alle verletzt). – Gelbe Karten: 10. Cabanas, 52. Bouba.

FC Twente : Boschker; van der Weerden, Grujic, Pothuizen (52. El Brazi), Polak; Cairo (75. Houwing), van der Doelen, van der Laan, De Witte; Booth, Van der Paar.

GC: Huber; Gerber, Hodel, Smiljanic, Spycher; Bouba, Tararache, Cabanas; Morales (46. Chapuisat), Nunez; Petric (70. Benjamin).

Das war knapp. 1:0, 2:0, 3:0, 3:1, 4:1 und 4:2 – das war die Torfolge, die manchen GC-Anhänger um Jahre altern liess. Am Schluss konnten sich die Hopper aber von den gut 200 mitgereisten Fans feiern lassen. Die nächste Runde war erreicht. Das das Positive des Unternehmens Enschede. Und, dass sich die Mannschaft trotz klarem Rückstand nie aufgab. Und, dass die Fans ihre Mannschaft hervorragend unterstützt haben gegen eine über 12'000-köpfige Mehrheit.

Auswärts ein Tor mehr geschossen – das reicht für das Weiterkommen. So ist die Uefa-Cup-Formel. Glück für GC – Pech für Twente. Dabei hätten die Hopper mit dem 4:1-Vorsprung aus dem Hinspiel im Hardturm in der Startviertelstunde schon alles klar machen können, wenn, ja wenn der Führungstreffer gefallen wäre. Möglicheiten dazu waren vorhanden. Die beste hatte Petric schon in der 3. Spielminute – er zögerte jedoch... Und in der 25. Minute wars nochmals der Mittelstürmer, der nach einem Dribbling sich den Ball etwas zu weit vorgelegt hatte, sodass der Twente-Torhüter entscheidend eingreifen konnte. Nach einer halben Stunde Spieldominanz durch die Hopper kamen die Gastgeber besser ins Spiel – und in der 36. Minute durch van der Laan zum Führungstreffer. Und als in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gar das 2:0 fiel schienen die Felle fortzuschwimmen.

GC-Trainer Hans-Peter Zaugg reagierte – brachte für Chapuisat für Morales, allein an der Spielanlage änderte sich nicht viel. Die Gastgeber schlugen immer wieder weite Flanken in den GC-Strafraum, die viel Gefahr brachten. In der 61. Minute mussten die Gäste sogar das 3:0 hinnehmen. Dann wurde Petric durch Benjamin ersetzt, der auf der rechten Flanke mehr Druck nach vorne machte. Er löste auch die erste echte Chance für die Hopper aus, 20 Minuten vor Spielende. Der Simbabwer konnte sich durchsetzen, in die Mitte flanken, wo Chapuisat seine ganze Routine und Kaltblütigkeit einsetzte und den Anschlusstreffer erziele. Dass mehr Ruhe ins Spiel der Hoppers kommen würde, war ein Wunsch der GC-Freunde. Prompt fiel elf Minuten vor Schluss das 4:1, Sekunden vorher konnte Nunez ein Solo nicht erfolgreich abschliessen. Ein klassischer Konter führte zu jenem Ergebnis, das die Verlängerung bedeutet hätte. Fünf Minuten vor Schluss kam dann aber die Erlösung für GC in Form des zweiten Treffers für die Zürcher: Benjamin lenkte einen Nunez-Freistoss mit dem Kopf in die Maschen. Zentnerschwere Steine fielen von den Herzen der Hopper. Das grosse Ziel, die dritte Uefa-Cup-Runde war erreicht. Mit Glück, einverstanden. Aber Glück braucht man eben auch – vor allem auch im Fussball.