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07.12.2001

UEFA-Cup-Aus für GC – 2:2 in Leeds

Leeds United – GC 2:2 (2:1)

Elland Road. – 40’100 Zuschauer, ausverkauft. - SR: Frank De Bleeckere. – Tore: 20. Kewell 1:0, 45. Nunez 1:1, 45. Keane 2:1, 90. Nunez 2:2. - Bemerkungen: GC ohne Huber, Denicola, Berner (beide verletzt), Petric (krank). – Gelbe Karten: 69. Bouba, 76. Mills (beide Foul).

Leeds United: Martyn; Kelly, Mills, Ferdinand, Harte; Smith, Batty, Dacourt, Kewell; Keane, Viduka.

GC:Jehle; Schwegler, Castillo, Hodel, Smiljanic (74. Morales); Bouba, Tararache; Gerber (59. Benjamin), Cabanas (66. Ippoliti), Nunez; Chapuisat.

GC ist ausgeschieden – trotz des 2:2-Remis in Leeds. Das ist das harte Verdikt. Hart deshalb, weil an diesem Abend in der vollbesetzten Elland Road die Gastgeber zu schlagen gewesen wären. Weil die Hopper aber insgesamt doch etwas zu viel Respekt hatten – und auch zwei „unnötige“ Treffer kassiert haben, ging der grosse Wunsch, im Frühjahr die vierte Runde des UEFA-Cups zu spielen, nicht in Erfüllung.

Die ersten zwanzig Minuten verliefen relativ ereignislos, das Publikum wurde ruhiger und ruhiger, weil sich die Gastgeber nicht nach Wunsch gegen die Hopper durchsetzen konnten. Dann der Führungstreffer für die Engländer wie „aus heiterem Himmel“: Cabanas trat rund 20 Meter vor dem Leeds-Tor einen Freistoss – der bei Adressaten nicht ankam, stattdessen lancierten die Gastgeber einen Konter – Kewell gewann schliesslich das Laufduell gegen Schwegler und weil auch noch Jehle beim Herauslaufen etwas unentschlossen wirkte, war die Führung perfekt. Kurz vor dem Pausenpfiff fiel dann aber der Ausgleich: Die Leeds-Verteidiger übersahen bei einem nonchalanten Abwehrversuch den heranbrausenen Chapuisat, der brachte den überraschend eroberten Ball aber nicht an Goalie Martyn vorbei, der Engländer rutschte in Chapuisat hinein, liess aber gleichzeitig den Ball an den Händen gleiten und der mitgelaufend Nunez „staubte“ ab. Aber wie das Unentschieden gewonnen, so war es Sekunden später wieder zerronnen – die Hopper verloren in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit im Mittelfeld den Ball und Keane lief durch die GC-Abwehrkette – die erneute Führung für die Gastgeber war perfekt.

Zwei Geschenke der Grasshopper an Leeds United – Trainer Hans-Peter Zaugg forderte in der Halbzeitpause mehr Konzentration. Zum Ball musste mehr Sorge getragen werden, die Spieler sollten mehr Selbstvertrauen an den Tag legen. Sie hörten die Worte ihres Chefs. Jehle konnte in der Folge zwei, drei Mal sehr gut abwehren und die (wenigen) Chancen der Gastgeber zunichte machen. Aber auch die Hopper brachten im Angriff (vorerst) nichts Zählbares zustande. Benjamin kam für den unter Krämpfen leidenden Gerber, Morales für Smiljanic (ging mit einer Adduktorenreizung ins Spiel) und Ippoliti für Cabanas im Verlauf der zweiten Halbzeit ins Spiel. Und Ippoliti war es, der seinen hervorragenden Schuss in die hohe linke Ecke vom glänzend reagierenden Keeper Martyn abgewehrt sah. Kur vorher schlitterte Chapuisat in aussichtsreicher Position an einer Hereingabe vorbei – er hatte den Ball noch leicht berührt. Aber auch diese Ausgleichsmöglichkeit war vergeben. Benjamin hatte nochmals eine Möglichkeit – aber den Schlusspunkt konnte erst in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte Nunez setzen – mit dem Ausgleichstreffer. Zu spät für eine Wende, für eine kleinere Sensation. Sekunden später pfiff der Schiedsrichter die Partie ab – Leeds war nach dem 2:1-Sieg auf dem Hardturm und dem 2:2 im eigenen Stadion für die nächste Runde qualifiziert.

Den Hopper blieb die Genugtuung, wieder einmal „nah dran gewesen zu sein“, die schliesslich aber nichts einbringt – abgesehen davon, dass die Spieler weitere Erfahrung auf dem internationalen Parkett sammeln konnten. Wenn sie nächstes Jahr auf diesem Niveau beginnen und weiter an sich arbeiten, dürften Fortschritte erreicht werden.