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02.12.2001

Torfestival in Basel: GC gewinnt 5:4

FC Basel – GC 4:5 (2:3)

St. Jakob-Park. – 33’433 Zuschauer, ausverkauft. - SR: Roland Beck. – Tore: 7. Hakan Yakin 1:0, 13. Bouba 1:1, 15. Cabanas 1:2, 39. Nunez 1:3, 40. Gimenez 2:3, 49. Nunez 2:4, 66. Cabanas 2:5, 75. Gimenez 3:5, 80. Varela 4:5. - Bemerkungen: Basel ohne Ceccaroni, Huggel, Svaic, Cantaluppi (alle verletzt), Cravero, Koumantarakis (beide gesperrt); GC ohne Denicola, Berner (beide verletzt), Petric (krank), Tararache (gesperrt). – Gelbe Karten: 15. Bouba, 60. Spycher, 65. Varela und Nunez.

FC Basel:Zuberbühler; Barberis, Quennoz, M. Yakin, Aziawonou (60. Degen); Varela, Ergic, H. Yakin, Chipperfield; Gimenez, Tum.

GC:Jehle; Schwegler, Castillo, Hodel, Smiljanic; Bouba, Spycher; Gerber (72. Benjamin), Cabanas, Nunez (87. Jaggy); Chapuisat (90. Ippoliti).

Diese Partie kannte zwei Sieger – die Hopper und die Zuschauer. Gut, nicht alle 33'433 wohl, denn die meisten waren Anhänger des FCB, aber immerhin sahen auch sie neun Treffer in 90 Minuten. Ein Schnitt von einem Treffer pro zehn Spielminuten. Diese Quote kann sich sehen lassen, wenngleich anzumerken ist, dass bei dieser Verteilung der Treffer beide Trainer nicht besonders zufrieden sein konnten. Am Spielende war aber sicher Bidu Zaugg happy, an seinem Birthday. Die Spieler wussten um das 49. Wiegenfest ihres Trainers nichts, machten ihm also unbewusst ein wunderschönes Geschenk. Denn dieser Sieg kann im Hinblick auf die Finalrunde sehr, sehr wertvoll sein. Der Punkteabstand zu den Baslern aus Zürcher Sicht wurde verringert! Und GC hat sich ein weiteres Mal als „Serienkiller“ betätigt. Sie haben den Baslern in deren neuem Stadion die erste Niederlage zugefügt. Respekt.

Aber mal ganz schön der Reihe nach. GC wollte kompakt in diese Partie steigen, ja keinen Gegentreffer kassieren und vorne auf Konter warten, die nicht sattelfeste Verteidigung ausspielen. Aber ganz nach dem Sprichwort, wonach es erstens anders kommt, und zweitens als man denkt, enteilte schon in der 2. Spielminute Tum seinen Gegenspielern, Jehle wehrte ab, den Nachschuss vergab Chipperfield. Es blieb aber nicht nur bei dieser Chance, in der 7. Minute war’s Hakan Yakin, der die Gastgeber mit einem Freistoss in Front schoss. Dass GC aber über eine Mannschaft mit intakter Moral verfügt, zeigte sich in der Folge: In der 13. Minute zirkelte Nunez, der später einer der Spieler des Tages genannt werden sollte, einen Freistoss vors Basler Tor, Bouba war zur Stelle und realisierte den Ausgleich. Und nur zwei Minuten später lancierte Chapuisat den flinken Nunez, sein Schuss konnte von Zuberbühler gerade noch in hoher Not mit der Hand abklatschen, aber Cabanas war richtig mitgelaufen und schoss die Hopper in Führung, die sechs Minuten vor der Pause von Nunez, nach wiederum glänzender Vorarbeit von Chapuisat, mit einem glänzenden Schlänzer noch ausgebaut wurde. Die GC-Freude wurde in der 40. Minute aber nochmals gedämpft, als Gimenez der Anschlusstreffer gelang.

Die zweite Halbzeit wurde von den Hopper wesentlich besser, konzentrierter begonnen als das Spiel. Schon kurz nach dem Wiederanpfiff kam ein Pass von Gerber bei Nunez an, weil ihn Chapuisat durchgelassen hatte, wodurch die Basler Verteidiger ordentlich durcheinandergewirbelt wurden. Nunez nutzte die Gunst der Stunde und stellte wieder den Zweitoreabstand her. Die Gastgeber versuchten nun mit ordentlicher Power die Gäste unter Druck zu setzen, kamen auch zu guten Chancen – der nächste Treffer gelang aber den Hopper. Wieder war Chapuisat beteiligt – und Cabanas erzielte seinen zweiten Treffer in dieser Partie. Dass der Schuss aus 18 Metern haltbar schien, musste ihn nicht sonderlich kümmern. Wer geglaubt hatte, jetzt sei das Pulver verschossen, der irrte gewaltig. Denn die Basler, als Wintermeister bereits feststehend, wollten sich nicht geschlagen geben. Mit ordentlichem Druck kamen sie innerhalb von fünf Minuten d

urch Yakin (auch wenn Gimenez als Torschütze offiziell genannt wurde) zum dritten und durch Varela zum vierten Treffer. In letzterer Situation sah der omnipräsente Bouba nicht gut aus, weil er bei dem Schuss vor der Torlinie den Kopf einzog, im Glauben, der Ball fliege am Torpfosten vorbei. Als Absicherung stand noch Castillo hinter ihm auf der Torlinie, aber dieser war so überrascht, dass er auch nicht mehr abwehren konnte. Dazwischen aber hatten Nunez und Benjamin, in Zusammenarbeit mit Chapuisat noch zwei weitere Möglichkeiten, den Sieg zu sichern. So aber kam’s in der Schlussphase zum grossen Zittern und Glück hatten die Gäste kurz vor dem Schlusspfiff, als Hakan Yakin völlig freistehend sieben Meter vor der Torlinie zum Kopfball kam – der Ball aber weit am Tor vorbeiflog.

Der verdiente Sieg wird den Hopper Moral geben für die Uefa Cup-Partie am Donnerstag in England gegen Leeds United. Und dann dürfen sie im letzten Qualifikationsspiel gegen Xamax vor eigenem Publikum nichts mehr anbrennen lassen. Dann können sie in Ruhe und mit Zuversicht in die Winterpause und dann die Finalrunde vorbereiten.