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02.12.2018

NIEDERLAGE IM STADTZÜRCHER DERBY

Der Grasshopper Club Zürich verliert das Stadtzürcher Derby gegen den FC Zürich mit 0:2. Der Stadtrivale entschied die Partie dank zwei Toren in der zweiten Halbzeit für sich.

Nach dem Anpfiff dauerte es nur wenige Sekunden, bis sich Ngoy schön über rechts in den Strafraum tankte. Leider brauste seine Hereingabe im Zentrum an Freund und Feind vorbei – kein Tor. Allgemein war GC in den Startminuten klar die aktiviere Mannschaft und zeigte sofort, in welche Richtung sich das Spiel entwickeln sollte. Die erste hochkarätige Torchance gehörte aber trotzdem dem Stadtrivalen: Nach einem Ballverlust der Hoppers beim gegnerischen Strafraum schaltete der FCZ schnell um und kombinierte sich in die Nähe des GC-Sechzehners. Zum Schluss schoss Odey das Leder wuchtig über das Tor. Die Partie gestaltete sich äusserst umkämpft und so kam es in der Startphase auf beiden Seiten zu gelben Karten. In der 18. Spielminute musste sich Lindner ganz lang machen, um den Rückstand zu verhindern. Ein FCZ-Freistoss landete im Fünfmeterraum auf dem Kopf von Nef. Dessen Kopfball lenkte Lindner knapp an den Pfosten – Glanztat vom GC-Goalie! Nur wenige Minuten später war es wieder der Österreicher, der sein Tor mit einer schönen Parade gegen Pa Modou verteidigte. Der Nachschuss von Winter segelte knapp über das Gehäuse. Nachdem GC mit viel Elan in die Partie startete, war es in dieser Phase der Stadtrivale, der dem ersten Tor näher kam. Die Abwehr der Hoppers verteidigte das eigene Tor lange Zeit gut. Allen voran Arlind Ajeti, der mehrere brenzlige Situationen zu bereinigen wusste. Fünf Minuten vor der Pause entwischte Odey in der Platzhälfte der Hoppers und spielte den Ball im Strafraum zum freistehenden Khelifi. Dieser scheiterte ein weiteres Mal am glänzend reagierenden Lindner. Doch auch die Hoppers fanden kurze Zeit später den Weg vor das gegnerische Gehäuse. Ngoy setzte sich mit einer schönen Finte gegen Nef durch und bediente Doumbia im Strafraum. Der Ivorer wurde im letzten Moment noch von Brecher vom Ball getrennt. Nach sehr guten fünf Minuten konnte GC die Pace nicht wie geplant hoch halten und musste sich zur Pause bei Linder bedanken, dass es noch 0:0 stand.

Direkt nach dem Wiederanpfiff wurde Kololli in die Gasse geschickt. Sein Pass in die Mitte verpasste Odey nur ganz knapp – Glück für GC. Nur wenige Augenblicke später landete das Leder fast im FCZ-Tor. Nach einem Eckball von rechts stieg Zesiger im Zentrum am höchsten und köpfte den Ball haarscharf am zweiten Pfosten vorbei. In der 52. Spielminute konnte der Stadtrivale mit 1:0 in Führung gehen, nachdem Khelifi aus dem Getümmel im Strafraum den Ball ins Tor spitzelte. Durch den Rückstand musste der Grasshopper Club Zürich mehr für die Offensive machen, was dem FC Zürich vermehrt Räume für Gegenangriffe öffnete. Nach 65 Minuten erspielten sie sich nach einer gekonnten Kombination eine weitere Topchance, doch Odey verfehlte das Tor aus fünf Metern. Auf beiden Seiten verteilte der Schiedsrichter im Verlauf des Spiels sehr viele gelbe Karten. Fink reagierte und brachte Jeffren und Cvetkovic für die verwarnten Doumbia und Kamber. Der Venezolaner nahm dabei die für ihn ungewohnte Linksverteidigerposition ein und Cvetkovic verstärkte die Abwehr auf der rechten Seite. Lavanchy rutschte dadurch eine Position nach vorne und agierte fortan als rechter Flügel. Der FCZ machte die Räume eng und GC hatte Mühe damit, im Angriffsspiel eine Lücke zu finden. In der 82. Minute gelang es den Hoppers, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen, doch Ngoy schaffte es nicht, die Hereingabe von Lavanchy zu verwerten. Der Stadtrivale nutzte ihre nächste Chance kaltschnäuziger: Odey kommt nahe vor dem Tor an den Ball und verwertete die Möglichkeit problemlos zum 2:0. GC gab sich noch nicht geschlagen und erspielte sich kurz vor Schluss die beste Chance des zweiten Durchgangs. Einmal mehr war es Ngoy, der mit seiner Schnelligkeit die gegnerische Verteidigung hinter sich liess. Leider legte er sich die Kugel kurz vor dem Abschluss zu weit vor –  Chance vertan. Der Grasshopper Club Zürich verlor das Derby gegen den FC Zürich mit 0:2.

Cheftrainer Fink sah in der Anfangsphase ein starkes GC: «Alles in allem hat der FCZ aber den Sieg verdient, da sie sich allgemein mehr Chancen herausspielten.» Aufgrund der vielen Verletzungen musste der Cheftrainer auf mehrere erfahrene Spieler verzichten: «Der FC Zürich hatte mehr Erfahrung auf dem Platz und das merkte man.»

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