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10.11.2001

GC gewinnt ungleiche Cupbegegnung gegen Wittenbach

GC gewinnt ungleiche Cupbegegnung gegen Wittenbach

FC Wittenbach (2. Liga interregional - GC 1:4 (1:2)

Sportplatz Grüntal. 3'500 Zuschauer. – SR: Massimo Busacca. - Bemerkungen: GC ohne Denicola, Schwegler, Berner, Castillo, Huber (alle verletzt), Tararache, Cabanas, Bouba, Petric (alle internationale Einsätze).. – Gelbe Karten: keine.

Wittenbach:Sonderegger; Klaus, Müller, Mundwiler, Sprecher; Schwitzer (80. Schläfli), Rentzmann, Huber, Vollmeier (90. Meier); Gossolt, Siegrist (58. Bischof).

GC:Jehle; Gerber, Hodel, Smiljanic, Jaggy; Spycher, Ippoliti /46. Morales), Baturina (89. Tonelli); Benjamin (82. Etterlin), Chapuisat, Nunez.

Pflichtsieg der Hoppers gegen den Zweitligisten (interregional) Wittenbach und damit Qualifikation für die Cup-Achtelfinals, wo sie Ende Februar 2002 auf den B-Ligisten Yverdon treffen werden. Am Ende aber drehten sich die Diskussionen nur um die Zahl der von GC vergebenen sogenannt hundertfünfzigprozentigen Torchancen. Waren’s zehn, zwölf, fünfzehn oder mehr? Eine zweistellige Zahl war’s mit Sicherheit.
Alleine in der ersten Hälfte wurde im Sechzehnmeterraum der Ostschweizer gesündigt, dass es schon fast sträflich war. Das ist aber auch der einzige, wenngleich schwerwiegende Vorwurf, den man den Hopper machen muss. Nur gut, dass sie nicht bestraft wurden, wie das, gerade in Partien Unterklassiger gegen Oberklassiger des öfteren passiert, bestraft wurden.

Ein Lob verdienten sich die Grasshopper auf jeden Fall für ihr Engagement, für ihr Spielfreude – auf einem guten, aber nicht leicht zu spielenden, weil doch holprigen Platz. Und sie verdienten Lob für zum Teil tolle Kombinationen. Zum Beispiel von Nunez und Chapuisat. Oder für die beeindruckenden Flankenläufe von Andres Gerber. Aber in der Abschlusszone, da haperte es. Da flogen Bälle aus vier, fünf Metern übers Tor, da wurden die massiert stehenden Abwehrspieler angeschossen – oder da reagierte Wittenbachtorhüter Markus Sonderegger mehr als einmal hervorragend. Trotzdem – mehr Tore hätten’s ganz einfach sein müssen. So aber mussten sich die GC-Fans an den vier Treffern erfreuen – und die Wittenbach-Anhänger an einem schönen, notabene. Der in der siebten Spielminute den frühen Führungstreffer der Hoppers egalisierte. Gosselt war’s, der davon profitierte, dass die GC-Innenverteidigung nicht konsequent genug eingriff. Vorher, in der vierten Minute, schoss Nunez aus spitzen Winkel aufs Tor und Chapuisat stand am kurzen Pfosten und erzielte das 1:0. Nach knapp 20 Spielminuten blockierte der schwergewichtige Libero Müller den wieselflinken Nunez, dieser kam im Strafraum zu Fall und verwertete den Penalty gleich selber zur erneuten GC-Führung. Der „Sünder“ meinte in der Pause entschuldigend zu seinen Nebenleuten: „Was sollte ich denn machen, Nunez war einfach zu schnell in dieser Szene.“ Nicht nur in dieser Szene, wäre anzufügen, denn der Uruguayer sprühte vor Spiellaune, alleine der holprige Boden kam seiner Spielweise nicht immer entgegen. Nach einer Pausen-Ansprache von Trainer Hans-Peter Zaugg an seine Akteure, so müssten sich im Abschluss ganz einfach steigern, versuchten sie’s in der zweiten Halbzeit auch mit Weitschüssen. Eine Kombination war dann aber die Vorstufe für den dritten Treffer: Gerber flankte in den Strafraum und Baturina köpfte überlegen ein. Und in der Schlussphase setzte Nunez mit einem Klassetor noch einen drauf: Aus vollem Lauf erzielte er mit einem herrlich „getimten“ Heber zum 4:1.

Von den Gastgebern wurde hier nicht viel festgehalten. Nach vorne konnten sie nicht viel bewegen, in der Defensive aber stellten sie sich sehr geschickt an, versuchten, den Hopper nicht viel Raum zu lassen. Und sie waren vor allem ein fairer Gegner. Auch wenn sie in vielen Situtationen ganz einfach überfordert waren, zu unlauteren Mitteln haben sie nie gegriffen – auch nicht beim der dem Pe

nalty vorangegangen Szene. Das verdient Anerkennung. Darin eingeschliessen muss man auch die Zuschauer, die dieses Cuptreffen zum Fest nutzten, das nach dem Spiel die Fortsetzung im Festzelt gefunden hat.