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04.11.2001

GC gegen Servette FC ungefährdet

GC – Servette FC 3:0 (1:0)

Hardturm-Stadion. 7'200 Zuschauer. – SR: Martin Salm. - Bemerkungen: GC ohne Denicola, Schwegler, Berner, Castillo, Huber (alle verletzt). – Servette ohne Comisetti, Lonfat, Obradovic, Bratic, Snaou, Thurre (alle verletzt). - Gelbe Karten: 87. Tararache (Foul), Rote Karte (72.) Hilton.

GC: Jehle; Gerber, Hodel, Smiljanic, Spycher; Cabanas, Tararache, Benjamin, Ippoliti, Nunez; Chapuisat..

Servette FC: Pédat; Jaquet, Mieville, Wolf, Hilton ; Bah, Claiton, Londono, Oruma; Robert, Frei.

Genau so geht’s, genau mit dieser Spielweise sind die Hopper erfolgreich. Nämlich dann, wenn jeder aggressiv spielt, wenn der Gegner mit Pressing unter Druck gesetzt wird. Wenn die Mannschaft als echtes Team agiert. Da spielt es dann auch keine gravierende Rolle, wenn einige Akteure verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen.

In den ersten Spielminuten wirkten die Gastgeber noch etwas verunsichert – kein Wunder nach der Schlappe am letzten Donnerstag in Holland, wo sie gerade nochmals am UEFA-Cup-Ausscheiden vorbeigeschrammt sind. Dann aber, mit zunehmender Spieldauer, nahmen sie das Spieldiktat an sich und gaben es bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Ippoliti versuchte sich mit einem Weitschuss – der Ball flog über die Querlatte des Servette-Gehäuses. Dann aber, einige Minuten später hatte der ehemalige Servettien besser gezielt – und Pédat hatte sich verschätzt – den Ippolitis Lob konnte er nicht parieren, weil er etwas zu weit vor der Torlinie stand. In der 23. Minute setzte Gerber zu einem seiner, an diesem Nachmittag imponierenden Flankenläufe an – bediente Chapuisat, der aus 16 Metern aber am Goalie scheiterte. Und einige Minuten später blockierte der Genfer Schlussmann einen Nunez-Schuss.

GC überzeugte weiterhin durch gelungene Kombinationen – und mit gefährlichen Torschüssen. Cabanas machte im Mittelfeld viel Druck, Benjamin hielt die Aussenposition auf der rechten Seite und Nunez auf der linken, besser als in den letzten Spielen. Dadurch konnten die Hoppers das Spiel breit machen, der Gegner musste viel laufen und kam oft einen Schritt zu spät. Eine der schönsten Aktionen sahen die gutgelaunten Zuschauer in der 69. Minute, als Gerber einmal mehr fast übers gesamte Spielfeld lief – Chapuisat mit einer Flanke mustergültig bediente, die Sturmspitze aber mit seinem Kopfball das Ziel nicht erreichte, obwohl er aus sieben Metern frei zum Abschluss kam – Pédat hatte wieder einmal gut reagiert. Dann spielte sich auf der linken Seite Nunez durch – bediente Chapuisat – wieder stand der Servette-Goalie den Hoppers vor dem Erfolg. Dann aber kam die grosse Zeit des kleinen Nunez. Mehr und mehr versuchte er sich mit Dribblings, spielte die gegnerischen Verteidiger fast schwindlig. So auch in der 72. Minute, als er von Hilton im Sechzehner nur noch regelwidrig von den Beinen geholt werden konnte. Der Unparteiische zeigte dem Genfer die Rote Karte und Nunez schoss den Penalty unhaltbar ein. Und neun Minuten später kurvte der Uruguayer, lanciert von Bouba, wieder durch die Genfer Defensive – und schob zum 3:0 ein.

Und die Offensivaktionen der Genfer? Es ist nicht so, dass sie hier unterschlagen würden – nein, Peter Jehle musste zu Spielbeginn einen Ball parieren, kein gefährlicher Schuss notabene, er fing im zweiten Durchgang einen Corner ab, und musste in der Schlussminute noch einen Schuss blockieren. Ein geruhsamer Nachmittag für den Huber-Ersatz. Ruhig deshalb, weil seine Vorderleute konzentriert gearbeitet haben. Eine Lehrstunde für alle Hoppers. Wenn die restlichen Spiele in der Qualifikation in der gleichen Manier angegangen werden, dann sollte nichts anbrennen...