MenuSuche
17.11.2001

GC-Erfolg in Lausanne: Sieg hätte höher ausfallen können

GC-Erfolg in Lausanne: Sieg hätte höher ausfallen können

Lausanne - GC 2:4 (1:2)

Pontaise. 1'050 Zuschauer. – SR: Carlo Bertolini. – Tore: 3. Cabanas 0:1, 5. Simon 1:1, 17. Benjamin 1:2, 62. Nunez 1:3, 87. Leandro 2:3, 90. Petric 2:4. - Bemerkungen: Lausanne ohne Thiaw, Iglesias, X. Margairaz (alle gesperrt), Puce, Malnati, Aalai (alle verletzt). - GC ohne Denicola und Berner (beide verletzt). – Gelbe Karte: 45. Karlen (Foul).

Lausanne:Zetzmann; Karlen, Meyer, Gobet, Meoli (58. Wittl); Lombardo, Isaias (58. Leandro), Lutsenko, Zambaz ; Chaveriat, Simon (71. Horjak).

GC:Jehle; Gerber, Hodel, Smiljanic, Spycher; Tararache, Cabanas (63. Baturina), Ippoliti (46. Bouba); Benjamin, Nunez; Chapuisat (69. Petric).

 

GC trat in Lausanne in der selben Formation wie im Heimspielsieg gegen Servette Genf an. Trainer Hans-Peter Zaugg forderte vor allem auch „mindestens die gleiche Einstellung“ von seiner Mannschaft. Und diese war offensichtlich bereit, diese Vorgabe umzusetzen. Sie setzte von Beginn an die Gastgeber unter Druck – und kamen auch zum frühen Führungstreffer: Gerber lief auf der rechten Aussenlinie entlang Richtung Strafraum, fasste sich ein Herz und schoss platziert – aus 25 Metern. Lausanne-Schlussmann Zetzmann hatte grosse Mühe, wehrte den Ball aus dem Lattenkreuz noch ab, aber zu kurz - Cabanas war mitgelaufen und schoss den Abpraller zur GC-Führung ein. Die Freude war aber von kurzer Dauer: Die GC-Verteidiger war zwei Minuten später unsortiert und gewährte Simon zu viel freien Raum vor dem von Jehle gehüteten Tor, was den Ausgleich bedeutete. Allerdings liessen sich die Hopper von diesem Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen, spielten weiterhin aggressiv nach vorne, vor allem auch dank des einsatzfreudigen Cabanas. Die Chancen stellten sich denn auch im Zehnminutentakt ein. Zunächst war’s ein Freistoss, der Zetzmann erneut in Schwierigkeiten brachte (Smiljanic’ Kopfball flog über die Querlatte), dann ein Freistoss von Nunez (wurde von einem Lausanne-Spieler fast ins eigene Tor gelenkt, dann war’s wieder Nunez mit einem Freistoss aus 24 Metern, der knapp übers Tor strich, dann lancierte Spycher Chapuisat, dieser wurde nach seinem Solo aber im letzten Moment noch von einem langen Bein Meyers am (erfolgreichen) Torschuss gehindert. Dazwischen gelang aber in der 17. Minute der erneute Führungstreffer: Cabanas hatte einen Corner getreten, Nunez verlängert und der Simbabwer schliesslich den Ball über die Linie gedrückt.

Und auch die zweite Hälfte, zu deren Beginn der etwas unglücklich agierende Ippoliti durch Bouba ersetzt worden war, begann mit einer Torchance für die Gäste: Benjamin schoss aus neun Metern, für einmal reagierte der Lausanne-Hüter aber glänzend und sicher. Aber in der Folge schien es, als würden sich die Hopper vom Gegner etwas einschläfern lassen. Die letzte Entschlossenheit in den Angriffsbemühungen und auch in den Zweikämpfen schien verlorengegangen. Dann aber in der 62. Minute eine glänzende Aktion: Chapuisat lancierte mit einem klugen Zuspiel Benjamin, dieser lief mit dem Ball am Fuss auf und davon, sah im Strafraum völlig alleine stehenden Nunez – der keine Mühe hatte, das 3:1 zu markieren. Und dann hatte der GC-Topskorer nochmals eine glänzende Aktion: In der 70. Minute setzte er einen Schuss aus nahezu 30 Metern an den Pfosten. Jetzt plötzlich waren die Hopper wieder im Spiel, setzten die Gastgeber unter Druck. Mit etwas mehr Fortune hätte Baturina, für den erfolgreichen Cabanas aufs Feld gekommen, in der 73. Minute das 4:1 erzielt, Zetzmann wehrte aber seinen aus sieben Metern abgegebenen

Schuss ab. Auch Petric (für Chapuisat gekommen) hatte (u.a. nach Vorlagen von Baturina) seine Möglichkeiten das Skore zu erhöhen. Stattdessen kamen die Gastgeber in der 87. Minute noch zum Anschlusstreffer: Leandro fiel im Strafraum nach einer (wohl fairen) Intervent

ion von Jehle – Schiedsrichter Bertolini zeigte auf den Penaltypunkt, den der vermeintlich gefoulte selbst schoss – Jehle war dran, aber der scharf getretene Ball landete dennoch in den Maschen. Aber den Schlusspunkt setzten die Grasshopper: Nunez traf zum zweiten Mal die Torumrandung, Petric konnte aber den Abpraller zum

Schlussstand einköpfeln.