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Raiffeisen Super League 2017/2018
So 06.05.18, 16:00 Uhr | Stockhorn Arena, Thun

2 : 1
(0:0)

GC VERLIERT GEGEN THUN

Der Grasshopper Club Zürich verliert auswärts gegen den FC Thun mit 2:1. Obwohl GC in der 48. Spielminute durch Djuricin in Führung gehen konnte, gelang es den Berner Oberländer durch zwei Hunziker-Tore, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen.

Für beide Mannschaften war vor dem Spiel klar, dass dies eine sehr wegweisende Partie sein würde im Abstiegskampf: Entweder macht man einen Schritt in Richtung Tabellenmitte oder man muss weiterhin um den Ligaerhalt bangen. Nachdem die Grasshoppers die letzten beiden Spiele gegen direkte Konkurrenten im Tabellenkeller gewonnen hatten, konnten sie sich ein wenig Luft verschaffen. Die Thuner verloren ihr letztes Spiel gegen den FC Basel mit 6:1 und mussten sich somit in der Tabelle von den Stadtzürchern überholen lassen.

In den ersten Minuten der Partie war es die Heimmannschaft, die mehr Dampf machte. Die Berner Oberländer spielten sich zweimal gefährlich vors GC-Tor, doch am Schluss fehlte bei beiden Angriffen die Genauigkeit bei der entscheidenden Hereingabe. Die Grasshoppers überliessen den Thunern mehr Spielanteile, kamen in der 11. Spielminute aber auch zu ihrem ersten Torabschluss. Jeffren tankte sich auf dem Kunstrasen bis zur Strafraumgrenze durch und schoss das Leder schliesslich flach am rechten Pfosten vorbei. Danach waren es aber wieder die Berner Oberländer, die mehr investierten. Es war ein bisschen mehr als eine Viertelstunde gespielt, als Tosetti die erste Grosschance des Spiels pfannenfertig auf dem Fuss hatte. Sein Abschluss kam zu zentral auf Lindner – dieser parierte problemlos. Diese Szene war wie ein Weckruf für GC. Die Limmatstädter übernahmen mehr Verantwortung in der Partie und schafften es, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten. Trotzdem erspielte man sich in der ersten halben Stunde keine weiteren Torchancen heraus: Ein sehr vorsichtiger und taktisch geprägter Auftritt des Stadtzürcher Traditionsvereins. Beim Gegner sah es ähnlich aus. Das Spielgerät befand sich – egal welche Mannschaft am Ball war – vorwiegend im Mittelfeld. Darum gab es auf beiden Seiten sehr wenige Torszenen. Kurz vor der Pause kam Karlen per Volley zu einem Schuss aus gut 18 Metern. Der Abschluss schoss knapp über die Latte, ohne dass Lindner eingreifen musste. Danach war Pause.

Den Grasshoppers gelang in der zweiten Halbzeit ein Blitzstart. In der 48. Minute spielte Jeffren den Ball klug in den Strafraum zum aufgerückten Lika. Dieser brachte das Leder schön in die Mitte: Zuerst war es Kodro, der den Ball nicht traf. Zum Glück stand hinter dem Bosnier noch Djuricin, welcher die Kugel mit viel Wucht in die Maschen haute! Die Thuner mussten nach dem Rückstand mehr Risiko eingehen und die Hoppers lauerten ihrerseits auf Konter. Der vorbelastete Torschütze wurde in der 60. Spielminute durch Lucas Andersen ersetzt. Dies hing sicherlich auch damit zusammen, dass sich Djuricin nur wenige Minuten nach dem Führungstreffer zu einem Foul hinreissen liess und vom Schiedsrichter ermahnt wurde. GC machte den Thunern das Leben schwer: Nach der Führung wurden die Räume gut zugemacht und somit wenig zugelassen. Die Berner Oberländer fanden lange kein Mittel, um auf den Rückstand zu reagieren. Die nächste gute Möglichkeit gehörte in der 72. Spieminute dem Grasshopper Club Zürich. Jeffrens Schuss aus grosser Distanz schrammte knapp am weiten Pfosten vorbei. Praktisch im Gegenangriff gelang den Thunern der Ausgleich. Hunziker wusste die Flanke von Sorgic mit der Schulter zu verwerten – 1:1. Nach diesem Tor witterte das Heimteam die Chance auf den Sieg und spielte energisch in Richtung GC-Tor. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich gelang Hunziker nach einem Eckball sogar der 2:1-Führungstreffer für die Berner Oberländer. Der Stadtzürcher Traditionsverein wusste nicht mehr zu reagieren. Somit machten die Thuner den zu Beginn angesprochenen wichtigen Schritt in Richtung Ligaerhalt. Die Grasshoppers liegen nach dieser Niederlage sechs Punkte vor dem letzten Platz. In dieser Saison sind noch drei Runden zu spielen.

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