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Raiffeisen Super League 2017/2018
Mi 09.05.18, 20:00 Uhr | Letzigrund, Zürich

0 : 2
(0:1)

NIEDERLAGE GEGEN SION

Der Grasshopper Club Zürich verliert gegen den FC Sion mit 0:2. Damit kommen die Walliser bis auf zwei Punkte an die Grasshoppers heran. 

Kurz vor Spielbeginn musste GC eine Änderung in der Startaufstellung vornehmen: Da Lika kurzfristig ausfiel, lief Cvetkovic für ihn ins Stadion ein. Nach vier Minuten wurde es das erste Mal gefährlich vor dem Tor der Sittener. Neitzkes Rückpass kam nicht auf den Mann und flog stattdessen etwa einen Meter am eigenen Gehäuse vorbei. Man merkte von Anfang an, dass es für beide Mannschaften um sehr viel ging in diesem Spiel: Die Teams schalteten bei Ballgewinn schnell um und suchten sofort die Offensive. Die Walliser standen sehr hoch und störten die Grasshoppers früh beim Aufbauspiel. Durch die energische Spielweise holten sie sich in der zehnten Spielminute einen Freistoss aus vielversprechender Position heraus. Diesen konnte Lindner schliesslich aufnehmen, nachdem ein Walliser zu wenig Druck hinter den Ball gebracht hatte. Nur zwei Minuten später kombinierte sich GC schön vor das Tor der Sittener. Am Schluss dieser Ballstafette wurde der Schussversuch von Jeffren gerade noch zu einem Eckball abgefälscht – gute Chance für die Grasshoppers! In den ersten zwanzig Minuten konnten die Rotweissen bei diesem Schlagabtausch leicht mehr Spielanteile verbuchen – ein Tor fiel aber noch auf keiner Seite. Dies änderte sich nach 24 Minuten fast: Cvetkovic schlug eine präzise Flanke in den Strafraum, wo Kodro den Ball druckvoll an die Latte köpfte. Danach hatten die Grasshoppers das Spiel eigentlich im Griff, kamen zu den besseren Chancen und liessen hinten wenig zu. In der 33. Spielminute flatterte ein Andersen-Freistoss von der linken Seite an allen Spielern im Strafraum vorbei und verfehlte den weiten Pfosten nur knapp. Rund fünf Minuten nach diesem Freistoss konnte Doumbia den Ball nur ungenügend klären. Die Sittener nutzten dies eiskalt aus: Ein Pass auf Cunha in die Spitze und es stand 1:0 für die Walliser. Danach konnten die Limmatstädter bis zur Pause nicht mehr reagieren und mussten mit einem Rückstand in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verriegelten die Sittener ihre eigene Platzhälfte mit elf Mann. Dies erschwerte es den Grasshoppers, eine Lücke in der roten Mauer zu finden. Die Stadtzürcher spielten mit einem frühen Pressing und die Walliser lauerten auf Konter. Nach 55 Minuten liess der Druck von GC etwas nach, was den Sittenern wieder mehr Spielanteile bescherte. Dadurch kamen die Walliser wieder vereinzelt zu Offensivaktionen und prompt stand es 2:0 für Sion: Nach einem Ballverlust von Bergström erhöhte der eingewechselte Adryan das Score. Danach musste Fink reagieren und brachte mit Sukacev einen Offensivspieler für den zentralen Mittelfeldspieler Taipi. Nach dem 2:0 mussten die Walliser nicht mehr viel fürs Spiel machen und die Grasshoppers fanden keinen Weg, die Defensive des Gegners zu durchbrechen. Das zeigte sich auch auf dem Platz: Die Grasshoppers hatten sehr viel Ballbesitz, spielten sich aber keine zwingenden Torchancen heraus – es fehlte an Durchschlagskraft. Das Anlaufen der Stadtzürcher wurde in der 88. Spielminute fast mit einem Tor belohnt, doch Kodro verzog aus bester Position – das hätte der Anschlusstreffer sein müssen! In der Nachspielzeit traf Debütant Vitija zu guter Letzt den Pfosten. Alles in allem kamen die Grasshoppers zu spät zu ihren Torchancen und keine davon landete im Netz. Daher stand es nach 90 Minuten 0:2.

Cheftrainer Thorsten Fink analyisiert kurz nach dem Spiel: «Wir hätten von hinten besser rausspielen können, wollten den Gegner jedoch auskontern. Dadurch kamen wir zu zwei bis drei riesigen Torchancen. Leider kam dann dieser Fehler, der zum 0:1 führte; im eigenen Strafraum sollte man nicht dribbeln.» Auch der zweite Gegentreffer resultierte aus einem individuellen Fehler: «Wir haben gut umgeschaltet, aber es wird immer schwierig, wenn man in der Vorwärtsbewegung den Ball verliert.» Der Abstiegskampf ist noch nicht ausgestanden. Das nächste wichtige Spiel gegen Luzern findet bereits am kommenden Sonntagnachmittag statt: «Meine Aufgabe ist es, die Jungs bis dahin wieder richtig einzustellen.»

Ein grosses Dankeschön an die Fans, welche die Mannschaft über 90 Minuten lautstark unterstützt haben.

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